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	Kommentare zu: Gendersprache und die Umfragen	</title>
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	<description>Sigi Lieb</description>
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		<title>
		Von: Sigi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-30797</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 14:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein interessantes Interview von Martin Spiewack mit Sozialforscher Rainer Schnell über das Problem mit Online-Umfragen:
Zwei Ausschnitte:
&quot;Die Teilnehmer dieser Art von Online-Umfragen werden nicht ausgesucht, sie melden sich selbst. Sie stolpern auf einer Website über eine Anzeige oder gelangen über soziale Medien zur Umfrage. Civey, der bekannteste dieser Anbieter in Deutschland, präsentiert seine Umfragen auf den Seiten von Medienpartnern – und erwischt natürlich nur diejenigen, die diese Seiten lesen. Mit der gleichen Logik könnte man Fragebögen an einer Autobahnraststätte auslegen. Dann würden nur Reisende an der Umfrage teilnehmen.&quot;
und
&quot;ZEIT: Wenn die Kritik so umfassend ist, warum haben die Online-Umfragen so einen Erfolg?
Schnell: Sie sind billig zu haben. Für eine gute wissenschaftliche Studie müssen Sie für ein persönliches Interview zwischen 100 und 200 Euro zahlen – pro Befragten! Da kostet ein Survey schnell einmal 300.000 Euro. Telefonumfragen mit Zufallsstichproben sind billiger, aber seriöse Anbieter nehmen dafür – bei, sagen wir, zehn Fragen und 1000 Befragten – auch 25.000 Euro. Ein Web-Survey dagegen kostet Sie für eine Frage oft nur 1500 Euro. Das heißt, Sie können ohne Recherche und für wenig Geld eine gute Schlagzeile produzieren, selbst wenn schon die Frage unsinnig ist. &quot;
Das ganze Interview: https://www.zeit.de/2023/34/rainer-schnell-meinungsumfragen-sozialforschung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessantes Interview von Martin Spiewack mit Sozialforscher Rainer Schnell über das Problem mit Online-Umfragen:<br />
Zwei Ausschnitte:<br />
&#8222;Die Teilnehmer dieser Art von Online-Umfragen werden nicht ausgesucht, sie melden sich selbst. Sie stolpern auf einer Website über eine Anzeige oder gelangen über soziale Medien zur Umfrage. Civey, der bekannteste dieser Anbieter in Deutschland, präsentiert seine Umfragen auf den Seiten von Medienpartnern – und erwischt natürlich nur diejenigen, die diese Seiten lesen. Mit der gleichen Logik könnte man Fragebögen an einer Autobahnraststätte auslegen. Dann würden nur Reisende an der Umfrage teilnehmen.&#8220;<br />
und<br />
&#8222;ZEIT: Wenn die Kritik so umfassend ist, warum haben die Online-Umfragen so einen Erfolg?<br />
Schnell: Sie sind billig zu haben. Für eine gute wissenschaftliche Studie müssen Sie für ein persönliches Interview zwischen 100 und 200 Euro zahlen – pro Befragten! Da kostet ein Survey schnell einmal 300.000 Euro. Telefonumfragen mit Zufallsstichproben sind billiger, aber seriöse Anbieter nehmen dafür – bei, sagen wir, zehn Fragen und 1000 Befragten – auch 25.000 Euro. Ein Web-Survey dagegen kostet Sie für eine Frage oft nur 1500 Euro. Das heißt, Sie können ohne Recherche und für wenig Geld eine gute Schlagzeile produzieren, selbst wenn schon die Frage unsinnig ist. &#8220;<br />
Das ganze Interview: <a href="https://www.zeit.de/2023/34/rainer-schnell-meinungsumfragen-sozialforschung" rel="nofollow ugc">https://www.zeit.de/2023/34/rainer-schnell-meinungsumfragen-sozialforschung</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die Sprachpolizei(en) und gendergerechte Sprache		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-28106</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die Sprachpolizei(en) und gendergerechte Sprache]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2023 10:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] diesem Artikel bespreche ich 16 Argumente im Kontext gendergerechter Sprache. Dem Thema Umfragen widme ich einen ausführlichen Blogartikel. Wer verstehen will, was hinter diesen Sprachkämpfen steckt, Linguistik-Professor und Direktor des [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] diesem Artikel bespreche ich 16 Argumente im Kontext gendergerechter Sprache. Dem Thema Umfragen widme ich einen ausführlichen Blogartikel. Wer verstehen will, was hinter diesen Sprachkämpfen steckt, Linguistik-Professor und Direktor des [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-27580</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 07:39:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-27483&quot;&gt;Kev&lt;/a&gt;.

Geframt hat die WamS und zwar in manipulativer Art und Weise. Das lege ich im Artikel dar und weise es nach.
Die meisten sind genervt von der Debatte, nicht von geschlechtergerechter Sprache. Überhaupt hat kaum jemand etwas gegen Studierende oder Fachkräfte. Die Debatte wird verengt auf ein Sonderzeichen. Die Position zum Sonderzeichen ist aber keine Position zum Gendern generell. All das erkläre ich ruhig und sachlich. Kein Grund, mir Unterstellungen zu machen. Hier eine Einführung, ganz ohne Sonderzeichen: https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-27483">Kev</a>.</p>
<p>Geframt hat die WamS und zwar in manipulativer Art und Weise. Das lege ich im Artikel dar und weise es nach.<br />
Die meisten sind genervt von der Debatte, nicht von geschlechtergerechter Sprache. Überhaupt hat kaum jemand etwas gegen Studierende oder Fachkräfte. Die Debatte wird verengt auf ein Sonderzeichen. Die Position zum Sonderzeichen ist aber keine Position zum Gendern generell. All das erkläre ich ruhig und sachlich. Kein Grund, mir Unterstellungen zu machen. Hier eine Einführung, ganz ohne Sonderzeichen: <a href="https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb" rel="nofollow ugc">https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Kev		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-27483</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kev]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2023 11:05:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zitat:
&quot;Du kennst das: Wenn du etwas gefragt wirst, wo du keine so klare und eindeutige Meinung hast, tendierst du zu eher ja oder eher nein. Man könnte die Antworten in der Mitte auch zusammenfassen mit: Kommt darauf an. 45 Prozent der Befragten, also fast die Hälfte haben unentschlossen geantwortet, obwohl die Frage negativ geframt war.

Sachlich richtig könnte die Schlagzeile also lauten:

30 Prozent der Wahlberechtigten lehnen die Gendersprache ab.
45 Prozent der Wahlberechtigten haben keine eindeutige Position zum Thema Gendersprache.
61 Prozent der Wahlberechtigten sind nicht grundsätzlich gegen Gendersprache.&quot;


Hier sieht man wunderbar, wie der Wunsch der Vater des Gedanken sein kann. Man selbst ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden also fasst man &quot;eher ja&quot; und &quot;eher nein&quot; als &quot;unentschlossen&quot; zusammen, und baut dann darauf seine weitere Argumentation auf.

Das nennt sich &quot;Verhalten zur Vermeidung von kognitiver Dissonanz&quot;. Die Realität kollidiert mit dem eigenen Weltbild, man möchte dies nicht akzeptieren und versucht dann in ellenlangen Texten ein Umfrage-Ergebnis zu umzudeuten, dass es dann doch irgendwie mit dem eigenen Weltbild konform ist.

Wärst du selbst vehement gegen das Gendern, dann hättest du aus der Umfrage folgendes rausinterpretiert:

&quot;Sachlich richtig könnte die Schlagzeile lauten:

16 Prozent der Wahlberechtigten befürworten die Gendersprache.
45 Prozent der Wahlberechtigten haben keine eindeutige Position zum Thema Gendersprache.
75 Prozent der Wahlberechtigten sind nicht grundsätzlich für Gendersprache.&quot;

Was du machst, ist nichts anderes, als Framing. Und wie du framest hängt lediglich von deiner persönlichen politischen Meinung ab.
Du möchtest zu einer bestimmten Schlussfolgerung kommen und deutest die Faktenlage dann so, dass es irgendwie passt. Eine neutrale, gutachterliche, ergebnisoffene Prüfung eines Sachverhalts sieht anders aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat:<br />
&#8222;Du kennst das: Wenn du etwas gefragt wirst, wo du keine so klare und eindeutige Meinung hast, tendierst du zu eher ja oder eher nein. Man könnte die Antworten in der Mitte auch zusammenfassen mit: Kommt darauf an. 45 Prozent der Befragten, also fast die Hälfte haben unentschlossen geantwortet, obwohl die Frage negativ geframt war.</p>
<p>Sachlich richtig könnte die Schlagzeile also lauten:</p>
<p>30 Prozent der Wahlberechtigten lehnen die Gendersprache ab.<br />
45 Prozent der Wahlberechtigten haben keine eindeutige Position zum Thema Gendersprache.<br />
61 Prozent der Wahlberechtigten sind nicht grundsätzlich gegen Gendersprache.&#8220;</p>
<p>Hier sieht man wunderbar, wie der Wunsch der Vater des Gedanken sein kann. Man selbst ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden also fasst man &#8222;eher ja&#8220; und &#8222;eher nein&#8220; als &#8222;unentschlossen&#8220; zusammen, und baut dann darauf seine weitere Argumentation auf.</p>
<p>Das nennt sich &#8222;Verhalten zur Vermeidung von kognitiver Dissonanz&#8220;. Die Realität kollidiert mit dem eigenen Weltbild, man möchte dies nicht akzeptieren und versucht dann in ellenlangen Texten ein Umfrage-Ergebnis zu umzudeuten, dass es dann doch irgendwie mit dem eigenen Weltbild konform ist.</p>
<p>Wärst du selbst vehement gegen das Gendern, dann hättest du aus der Umfrage folgendes rausinterpretiert:</p>
<p>&#8222;Sachlich richtig könnte die Schlagzeile lauten:</p>
<p>16 Prozent der Wahlberechtigten befürworten die Gendersprache.<br />
45 Prozent der Wahlberechtigten haben keine eindeutige Position zum Thema Gendersprache.<br />
75 Prozent der Wahlberechtigten sind nicht grundsätzlich für Gendersprache.&#8220;</p>
<p>Was du machst, ist nichts anderes, als Framing. Und wie du framest hängt lediglich von deiner persönlichen politischen Meinung ab.<br />
Du möchtest zu einer bestimmten Schlussfolgerung kommen und deutest die Faktenlage dann so, dass es irgendwie passt. Eine neutrale, gutachterliche, ergebnisoffene Prüfung eines Sachverhalts sieht anders aus.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi Lieb		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-22358</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi Lieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 08:19:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-22357&quot;&gt;Hirschbeck Katja&lt;/a&gt;.

Liebe Katja Hierschbeck,
zu Ihrer Frage bezüglich Schriftsteller*innen: Da gibt es es solche und solche. Und das ist gut so. Denn jed*er darf das so machen, wie die Person das möchte. Bei neueren Büchern, lese ich öfters auch Sonderzeichen. Aber vor allen Dingen: &quot;Gendern&quot; ist nicht, einen Text mit vielen Sonderzeichen zu versehen. Der Hauptteil beim Thema gendergerechte Sprache ist, Gender aus der Sprache zu entfernen. Wenn Sie die Texte hier auf meinem Blog lesen, merken Sie: Ich gendere und komme mit sehr wenigen Sonderzeichen aus. - Die Kritiker*innen merken das aber nicht, das solche Texte ebenfalls &quot;gegendert&quot; sind. 
Hier ist ein gegenderter Text ganz ohne Sonderzeichen: https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb
Was Menschen angeht, die Deutsch als Zielsprache lernen: Es ist mitunter einfacher zu erklären, wann oder warum wo ein Genderstern hinkommt, als die komplizierten Doppeldeutigkeiten generischer Verwendungen. Im Vergleich zu vielen anderen Hürden beim Erlernen der deutschen Sprache ist diese ziemlich klein.
Was die Artikel angeht, nutze ich diese Version: die Schriftsteller*in - also nur &quot;die&quot; als Artikel. Begründung: Der Stern markiert bereits eindeutig, dass es sich zum den Gattungsbegriff handelt, der den Beruf bezeichnet ungeaachtet des Geschlechts der Person, die ihn ausübt. Eine Doppelung ist unnötig. &quot;De&quot; weil das phonetisch der logische Artikel ist, weil &quot;die&quot; auch im Plural der generische Artikel ist und weil &quot;die&quot; in den vier Fällen wesentlich einfacher zu flektieren ist als &quot;der&quot;. - Das ist aber keine offizielle Regel, denn die gibt es in diesem Kontext noch nicht. Aber es ist aus meiner Sicht die verünftigste Lösung, um Menschen aller Geschlechter anzusprechen, ohne durch zu viele Sonderzeichen einen Text unnötig kompliziert zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-22357">Hirschbeck Katja</a>.</p>
<p>Liebe Katja Hierschbeck,<br />
zu Ihrer Frage bezüglich Schriftsteller*innen: Da gibt es es solche und solche. Und das ist gut so. Denn jed*er darf das so machen, wie die Person das möchte. Bei neueren Büchern, lese ich öfters auch Sonderzeichen. Aber vor allen Dingen: &#8222;Gendern&#8220; ist nicht, einen Text mit vielen Sonderzeichen zu versehen. Der Hauptteil beim Thema gendergerechte Sprache ist, Gender aus der Sprache zu entfernen. Wenn Sie die Texte hier auf meinem Blog lesen, merken Sie: Ich gendere und komme mit sehr wenigen Sonderzeichen aus. &#8211; Die Kritiker*innen merken das aber nicht, das solche Texte ebenfalls &#8222;gegendert&#8220; sind.<br />
Hier ist ein gegenderter Text ganz ohne Sonderzeichen: <a href="https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb" rel="nofollow ugc">https://www.texttreff.de/themen/gendergerechte-sprache-sigi-lieb</a><br />
Was Menschen angeht, die Deutsch als Zielsprache lernen: Es ist mitunter einfacher zu erklären, wann oder warum wo ein Genderstern hinkommt, als die komplizierten Doppeldeutigkeiten generischer Verwendungen. Im Vergleich zu vielen anderen Hürden beim Erlernen der deutschen Sprache ist diese ziemlich klein.<br />
Was die Artikel angeht, nutze ich diese Version: die Schriftsteller*in &#8211; also nur &#8222;die&#8220; als Artikel. Begründung: Der Stern markiert bereits eindeutig, dass es sich zum den Gattungsbegriff handelt, der den Beruf bezeichnet ungeaachtet des Geschlechts der Person, die ihn ausübt. Eine Doppelung ist unnötig. &#8222;De&#8220; weil das phonetisch der logische Artikel ist, weil &#8222;die&#8220; auch im Plural der generische Artikel ist und weil &#8222;die&#8220; in den vier Fällen wesentlich einfacher zu flektieren ist als &#8222;der&#8220;. &#8211; Das ist aber keine offizielle Regel, denn die gibt es in diesem Kontext noch nicht. Aber es ist aus meiner Sicht die verünftigste Lösung, um Menschen aller Geschlechter anzusprechen, ohne durch zu viele Sonderzeichen einen Text unnötig kompliziert zu machen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hirschbeck Katja		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-22357</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hirschbeck Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 07:43:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Welcher Schriftsteller würde sein Buch gendern? Das macht man nur in überschaubaren Kreisen. Ich habe gestern eine Onlineschulung gemacht. Bei Dieser waren nicht nur die Hauptwörter, sondern auch die Artikel gegendert z. B. ein/ eine Notar_in. Und das im ganzen Text. Ich musste mich sehr auf den Text konzentrieren als sonst. Wie geht es da nicht Muttersprachlern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welcher Schriftsteller würde sein Buch gendern? Das macht man nur in überschaubaren Kreisen. Ich habe gestern eine Onlineschulung gemacht. Bei Dieser waren nicht nur die Hauptwörter, sondern auch die Artikel gegendert z. B. ein/ eine Notar_in. Und das im ganzen Text. Ich musste mich sehr auf den Text konzentrieren als sonst. Wie geht es da nicht Muttersprachlern?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi Lieb		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-21213</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi Lieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 09:57:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=6817#comment-21213</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-21195&quot;&gt;PAUL&lt;/a&gt;.

Richtig, die Überschrift könnte auch lauten: 39 Prozent der Wahlberechtigten lehnen Gendersprache ab. Auch das geben die Zahlen her. Das ist aber nicht so aufmerksamkeitsstark wie die Falschbehauptung &quot;Die Mehrheit der Deutschen&quot;. Das ist schlicht Fakenews.
Und dann bleibt immer noch die Frage, was die Leute mit &quot;lehne Gendersprache ab&quot; meinen. Im Regelfall haben die gar nichts gegen gendergerechte Sprache, sondern nur etwas gegen Sonderzeichen. Die sind ein Ausnahmefall im Konzept einer gendergerechten Sprache.
Ich erlebe oft in meinen Seminaren, wie Leute, die dem Thema gendergerechte Sprache anfangs sehr skeptisch bis ablehnend gegenüberstanden, erleichtert aufatmen, weil sie merken, dass es viele Möglichkeiten gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-21195">PAUL</a>.</p>
<p>Richtig, die Überschrift könnte auch lauten: 39 Prozent der Wahlberechtigten lehnen Gendersprache ab. Auch das geben die Zahlen her. Das ist aber nicht so aufmerksamkeitsstark wie die Falschbehauptung &#8222;Die Mehrheit der Deutschen&#8220;. Das ist schlicht Fakenews.<br />
Und dann bleibt immer noch die Frage, was die Leute mit &#8222;lehne Gendersprache ab&#8220; meinen. Im Regelfall haben die gar nichts gegen gendergerechte Sprache, sondern nur etwas gegen Sonderzeichen. Die sind ein Ausnahmefall im Konzept einer gendergerechten Sprache.<br />
Ich erlebe oft in meinen Seminaren, wie Leute, die dem Thema gendergerechte Sprache anfangs sehr skeptisch bis ablehnend gegenüberstanden, erleichtert aufatmen, weil sie merken, dass es viele Möglichkeiten gibt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: PAUL		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-21195</link>

		<dc:creator><![CDATA[PAUL]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2022 20:44:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=6817#comment-21195</guid>

					<description><![CDATA[Wenn ich schon schreiben muss &quot;61 % der Befragten lehnen gendern nicht grundsätzlich ab&quot;, impliziere ich damit doch schon, dass a) 39 % strikt dagegen sind und ich b), nicht genügend eindeutige Stimmen dafür habe, um diese in einer Überschrift zu veröffentlichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich schon schreiben muss &#8222;61 % der Befragten lehnen gendern nicht grundsätzlich ab&#8220;, impliziere ich damit doch schon, dass a) 39 % strikt dagegen sind und ich b), nicht genügend eindeutige Stimmen dafür habe, um diese in einer Überschrift zu veröffentlichen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-20251</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2022 10:43:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=6817#comment-20251</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-20250&quot;&gt;Jana&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für Ihre Meinung. Es ist Ihre Meinung und als solche respektiere ich das. Als Faktenbehauptung muss ich Ihnen widersprechen.
Zum Maskulinum: Was jemand meint, ist die eine Sache. Was jemand versteht und welche Bilder im Kopf erzeugt werden, die andere. Hier gibt es Unmengen an Forschungsergebnissen, die belegen: Egal wie das Maskulinum gemeint ist, es löst überwiegend Bilder von Männern aus. Sogar bei stereotyp weiblichen Berufen. Also nix mit generisch.
Zu Einstelliungen: Warum einfache Meinungsumfragen ungeeignet sind, erläuter ich ja im Blogartikel. Nach meiner Beobachtung privat wie beruflich wächst eher die Zustimmung zu gendergerechter Sprache. Das gilt ganz besonders, wenn Leute das Warum verstehen. Gendergerechte Sprache ist weitaus mehr als Genderstern ja/nein.
Der Genderstern hat den Vorteil, dass er Sprache vereindeutigt und als Gattungszeichen eindeutig kennzeichnen kann, wer gemeint ist.
Das kann das Maskulinum nicht: Wir brauchen mehr Erzieher. Der Satz ist mehrdeutig. Wer ist gemeint? Mehr Männer oder mehr Menschen im Beruf?
Wir brauchen mehr Erzieher*innen ist dagegen eindeutig. Beruf ohne Ansehen des Geschlechts. Im Kontrast dann &quot;mehr Erzieher = mehr Männer&quot;, ist ja ebenfalls wahr.
Zur Barrierefreiheit: Das Maskulinum ist NICHT barrierefrei. Die blinden Menschen, mit denen ich gesprochen habe, mögen den Stern und finden ihn gut. Gilt natürlich nicht für alle, denn Blinde haben ebenso unterschiedliche Meinungen wie Sehende. Auch Menschen im Autismus-Spektrum haben vielfältige Meinungen zum Thema, ich habe mit mehreren gesprochen. Gleiches gilt für Migrant*innen und andere Gruppen. Sie werden eher von Gegner*innen vorgeschoben und missbraucht. 
Lesen Sie eine Studie der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik: https://www.bfit-bund.de/DE/Publikation/empfehlung-gendergerechte-digital-barrierefreie-sprache-studie-koehler-wahl.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-20250">Jana</a>.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Meinung. Es ist Ihre Meinung und als solche respektiere ich das. Als Faktenbehauptung muss ich Ihnen widersprechen.<br />
Zum Maskulinum: Was jemand meint, ist die eine Sache. Was jemand versteht und welche Bilder im Kopf erzeugt werden, die andere. Hier gibt es Unmengen an Forschungsergebnissen, die belegen: Egal wie das Maskulinum gemeint ist, es löst überwiegend Bilder von Männern aus. Sogar bei stereotyp weiblichen Berufen. Also nix mit generisch.<br />
Zu Einstelliungen: Warum einfache Meinungsumfragen ungeeignet sind, erläuter ich ja im Blogartikel. Nach meiner Beobachtung privat wie beruflich wächst eher die Zustimmung zu gendergerechter Sprache. Das gilt ganz besonders, wenn Leute das Warum verstehen. Gendergerechte Sprache ist weitaus mehr als Genderstern ja/nein.<br />
Der Genderstern hat den Vorteil, dass er Sprache vereindeutigt und als Gattungszeichen eindeutig kennzeichnen kann, wer gemeint ist.<br />
Das kann das Maskulinum nicht: Wir brauchen mehr Erzieher. Der Satz ist mehrdeutig. Wer ist gemeint? Mehr Männer oder mehr Menschen im Beruf?<br />
Wir brauchen mehr Erzieher*innen ist dagegen eindeutig. Beruf ohne Ansehen des Geschlechts. Im Kontrast dann &#8222;mehr Erzieher = mehr Männer&#8220;, ist ja ebenfalls wahr.<br />
Zur Barrierefreiheit: Das Maskulinum ist NICHT barrierefrei. Die blinden Menschen, mit denen ich gesprochen habe, mögen den Stern und finden ihn gut. Gilt natürlich nicht für alle, denn Blinde haben ebenso unterschiedliche Meinungen wie Sehende. Auch Menschen im Autismus-Spektrum haben vielfältige Meinungen zum Thema, ich habe mit mehreren gesprochen. Gleiches gilt für Migrant*innen und andere Gruppen. Sie werden eher von Gegner*innen vorgeschoben und missbraucht.<br />
Lesen Sie eine Studie der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik: <a href="https://www.bfit-bund.de/DE/Publikation/empfehlung-gendergerechte-digital-barrierefreie-sprache-studie-koehler-wahl.html" rel="nofollow ugc">https://www.bfit-bund.de/DE/Publikation/empfehlung-gendergerechte-digital-barrierefreie-sprache-studie-koehler-wahl.html</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jana		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendersprache-umfragen/#comment-20250</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jana]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2022 10:27:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=6817#comment-20250</guid>

					<description><![CDATA[,,Der Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich drückt lediglich aus, dass zum Beispiel eine Berufsbezeichnunen alle Geschlechter einschließt..&quot;

Das tut das generische Maskulinum schon, denn Genus ist nicht gleich Sexus. Tut mir leid, aber man kann es drehen und wenden wie man will. Das Gendern stößt zunehmend auf Ablehnung und das aus gutem Grund. Gendern ist sexistisch, kompliziert zu lesen und die Überbetonung des Geschlechts ist unnötig. Ich möchte nicht auf mein Geschlecht reduziert werden!  Hier werden Menschengruppen ignoriert, die jetzt schon Probleme mit der deutschen Sprache haben. Migranten, Legastheniker, Blinde und Gehörlose. Denkt einer an die? Natürlich nicht und aus diesen Gründen wird das Gendern in der Form auch scheitern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>,,Der Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich drückt lediglich aus, dass zum Beispiel eine Berufsbezeichnunen alle Geschlechter einschließt..&#8220;</p>
<p>Das tut das generische Maskulinum schon, denn Genus ist nicht gleich Sexus. Tut mir leid, aber man kann es drehen und wenden wie man will. Das Gendern stößt zunehmend auf Ablehnung und das aus gutem Grund. Gendern ist sexistisch, kompliziert zu lesen und die Überbetonung des Geschlechts ist unnötig. Ich möchte nicht auf mein Geschlecht reduziert werden!  Hier werden Menschengruppen ignoriert, die jetzt schon Probleme mit der deutschen Sprache haben. Migranten, Legastheniker, Blinde und Gehörlose. Denkt einer an die? Natürlich nicht und aus diesen Gründen wird das Gendern in der Form auch scheitern.</p>
]]></content:encoded>
		
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