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	Kommentare zu: Warum ich das Eszett liebe und wie du es richtig verwendest	</title>
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	<description>Sigi Lieb</description>
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		Von: Eine kleine Geschichte der deutschen Rechtschreibung und Rechtschreibreform-en		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eine kleine Geschichte der deutschen Rechtschreibung und Rechtschreibreform-en]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2023 16:40:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] die auffälligste Änderung der Rechtschreibreform von 1996 war bereits 1901 Thema, die Schreibregeln zu ß und ss. Was 1901 noch abgelehnt wurde, wurde 1996 [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] die auffälligste Änderung der Rechtschreibreform von 1996 war bereits 1901 Thema, die Schreibregeln zu ß und ss. Was 1901 noch abgelehnt wurde, wurde 1996 [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Sigi Lieb		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/rechtschreibung-eszett-ss-s/#comment-14539</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi Lieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2021 15:12:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Rolf Landolt,
herzlichen Dank für die Erläuterungen aus schweizer Perspektive. Und danke für die vielen neuen Teekesselchen.
Ich hoffe, Sie verstehen mein Augenzwinkern. Ich lebe im Rheinland, in der Stadt, deren Dialekt man trinken kann (Kölsch). Gebürtig komme ich aus Oberfranken in Bayern, wo das Bier in den Biergärten gerne in Maßen ausgeschenkt wird. 
Danke auch für den Hinweis und die Unterscheidung von Schweizerdeutsch und Switzerdütsch. Sie haben natürlich recht. Habe den Text angepasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Rolf Landolt,<br />
herzlichen Dank für die Erläuterungen aus schweizer Perspektive. Und danke für die vielen neuen Teekesselchen.<br />
Ich hoffe, Sie verstehen mein Augenzwinkern. Ich lebe im Rheinland, in der Stadt, deren Dialekt man trinken kann (Kölsch). Gebürtig komme ich aus Oberfranken in Bayern, wo das Bier in den Biergärten gerne in Maßen ausgeschenkt wird.<br />
Danke auch für den Hinweis und die Unterscheidung von Schweizerdeutsch und Switzerdütsch. Sie haben natürlich recht. Habe den Text angepasst.</p>
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		<title>
		Von: Rolf Landolt		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/rechtschreibung-eszett-ss-s/#comment-14536</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rolf Landolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2021 13:59:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein schweizer muss Ihnen mal erklären, wie es uns gelingt, zu unterscheiden, ob jemand «in Maßen» oder «in Massen» trinkt? Hier ist eine erklärung: Wir unterscheiden es so gut oder schlecht wie Anzeige von Anzeige (advertisement, advice, notice, display, complaint), Gericht von Gericht (court, dish), Absatz von Absatz (heel, paragraph, sales). Missverständnisse sind immer möglich, ohne dass ein klärender wunderbuchstabe zur verfügung steht, wie diese kolumne zeigt: «Auf Wikipedia steht: ‹Facebook ist eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke›. Das mit der Bildung hat bestimmt der CEO von Facebook schreiben lassen.» Der spötter hat nicht bedacht, dass bilden und unterhalten nicht nur educate und entertain bedeuten, sondern auch establish und maintain. Weitere beispiele: https://ortografie.ch/fundsachen/ambiguitaet.php. – Neben diesen unzähligen fällen ist der fall «masse» an den haaren herbeigezogen. In der praxis braucht man «in massen» für abzählbare dinge, nicht für flüssigkeiten. Getränke konsumiert man in mengen, unmengen. Es können natürlich massen von flaschen sein oder wassermassen, aber dann sagt man das.

Noch etwas zur Schweiz: Unter schweizer deutsch (schwiizer tüütsch) verstehen wir den dialekt analog plattdütsch im norden. (Das gemeinsame ü ist kein zufall; die lautverschiebung kam teilweise nicht bis zu uns am linken und zu den plattdeutschen am rechten rand.) Das ist dialekt: D luutverschiebig isch teilwiis nüd bis zu üs am lingge und zu de platttüütsche am rächte rand chu. (Dabei wird ie wie vor der lautverschiebung als ie ausgesprochen, ausserdem gibt es nur 1 vergangenheitsform.) Geschrieben wird standarddeutsch, aber eben ohne ß. Es stünde natürlich jedem frei, das ß zu verwenden, und einige zeitungen schafften es erst ab, als es keine (standesbewusste) setzer mehr gab. Nur wird es in der schule seit einem knappen jahrhundert nicht mehr gelehrt und es fehlte auf den schreibmaschinen. Nur ist es auf der ganzen welt so, dass das, was man in der schule lernt, als das alleinseligmachende gilt. Weiteres: https://ortografie.ch/stichwort/sz.php]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schweizer muss Ihnen mal erklären, wie es uns gelingt, zu unterscheiden, ob jemand «in Maßen» oder «in Massen» trinkt? Hier ist eine erklärung: Wir unterscheiden es so gut oder schlecht wie Anzeige von Anzeige (advertisement, advice, notice, display, complaint), Gericht von Gericht (court, dish), Absatz von Absatz (heel, paragraph, sales). Missverständnisse sind immer möglich, ohne dass ein klärender wunderbuchstabe zur verfügung steht, wie diese kolumne zeigt: «Auf Wikipedia steht: ‹Facebook ist eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke›. Das mit der Bildung hat bestimmt der CEO von Facebook schreiben lassen.» Der spötter hat nicht bedacht, dass bilden und unterhalten nicht nur educate und entertain bedeuten, sondern auch establish und maintain. Weitere beispiele: <a href="https://ortografie.ch/fundsachen/ambiguitaet.php" rel="nofollow ugc">https://ortografie.ch/fundsachen/ambiguitaet.php</a>. – Neben diesen unzähligen fällen ist der fall «masse» an den haaren herbeigezogen. In der praxis braucht man «in massen» für abzählbare dinge, nicht für flüssigkeiten. Getränke konsumiert man in mengen, unmengen. Es können natürlich massen von flaschen sein oder wassermassen, aber dann sagt man das.</p>
<p>Noch etwas zur Schweiz: Unter schweizer deutsch (schwiizer tüütsch) verstehen wir den dialekt analog plattdütsch im norden. (Das gemeinsame ü ist kein zufall; die lautverschiebung kam teilweise nicht bis zu uns am linken und zu den plattdeutschen am rechten rand.) Das ist dialekt: D luutverschiebig isch teilwiis nüd bis zu üs am lingge und zu de platttüütsche am rächte rand chu. (Dabei wird ie wie vor der lautverschiebung als ie ausgesprochen, ausserdem gibt es nur 1 vergangenheitsform.) Geschrieben wird standarddeutsch, aber eben ohne ß. Es stünde natürlich jedem frei, das ß zu verwenden, und einige zeitungen schafften es erst ab, als es keine (standesbewusste) setzer mehr gab. Nur wird es in der schule seit einem knappen jahrhundert nicht mehr gelehrt und es fehlte auf den schreibmaschinen. Nur ist es auf der ganzen welt so, dass das, was man in der schule lernt, als das alleinseligmachende gilt. Weiteres: <a href="https://ortografie.ch/stichwort/sz.php" rel="nofollow ugc">https://ortografie.ch/stichwort/sz.php</a></p>
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