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	Kommentare zu: Gendergerechte Sprache: Was soll das Gendern und wie geht es?	</title>
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	<description>Sigi Lieb</description>
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		<title>
		Von: Sigi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-34329</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 14:39:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-34328&quot;&gt;Tobsi&lt;/a&gt;.

Was verstehen Sie denn unter &quot;Gendersprache&quot;? Die deutsche Sprache ist eine &quot;highly gendered language&quot;. Das bedeutet, die Grammatik ist voller Geschlechtsmarkierungen.
Gendern im pragmatischen Sinne bedeutet: Nicht nur Männer benennen, wenn nicht nur Männer gemeint sind.
Was Söder in Bayern gemacht hat, ist ein populistischer Papiertiger. Er hat die Geschäftsordnung für das Land geändert. Die Kommunen haben eigene Gechäftsordnungen. Und München hat schon gesagt: Wir gendern nach unserer kommunalen Geschäftsordnung für München. https://www.linkedin.com/posts/sigi-lieb_genderverbot-f%C3%BCr-m%C3%BCnchen-weder-relevant-noch-activity-7178285642215297024-Cadc?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop
Die bayerischen Schüler*innen haben sich ebenfalls klar positioniert: https://www.br.de/nachrichten/bayern/protestbanner-gegen-genderverbot-an-staatskanzlei-gehisst,U8uEAFh?UTM_Name=Web-Share&amp;UTM_Medium=Link&amp;UTM_Source=Twitter
Ihnen darf kein Punkt abgezogen werden, wenn sie den Genderstern verwenden. Und was genau droht Beamt*innen bei Zuwiderhandlung? Statt Steuergeld, Zeit und medialen Raum für populistischen Quatsch zu verschwenden, sollte Söder anerkennen, dass er den Sprachwandel nicht von oben bestimmen kann und sich besser um die echten Probleme kümmern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-34328">Tobsi</a>.</p>
<p>Was verstehen Sie denn unter &#8222;Gendersprache&#8220;? Die deutsche Sprache ist eine &#8222;highly gendered language&#8220;. Das bedeutet, die Grammatik ist voller Geschlechtsmarkierungen.<br />
Gendern im pragmatischen Sinne bedeutet: Nicht nur Männer benennen, wenn nicht nur Männer gemeint sind.<br />
Was Söder in Bayern gemacht hat, ist ein populistischer Papiertiger. Er hat die Geschäftsordnung für das Land geändert. Die Kommunen haben eigene Gechäftsordnungen. Und München hat schon gesagt: Wir gendern nach unserer kommunalen Geschäftsordnung für München. <a href="https://www.linkedin.com/posts/sigi-lieb_genderverbot-f%C3%BCr-m%C3%BCnchen-weder-relevant-noch-activity-7178285642215297024-Cadc?utm_source=share&#038;utm_medium=member_desktop" rel="nofollow ugc">https://www.linkedin.com/posts/sigi-lieb_genderverbot-f%C3%BCr-m%C3%BCnchen-weder-relevant-noch-activity-7178285642215297024-Cadc?utm_source=share&#038;utm_medium=member_desktop</a><br />
Die bayerischen Schüler*innen haben sich ebenfalls klar positioniert: <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/protestbanner-gegen-genderverbot-an-staatskanzlei-gehisst,U8uEAFh?UTM_Name=Web-Share&#038;UTM_Medium=Link&#038;UTM_Source=Twitter" rel="nofollow ugc">https://www.br.de/nachrichten/bayern/protestbanner-gegen-genderverbot-an-staatskanzlei-gehisst,U8uEAFh?UTM_Name=Web-Share&#038;UTM_Medium=Link&#038;UTM_Source=Twitter</a><br />
Ihnen darf kein Punkt abgezogen werden, wenn sie den Genderstern verwenden. Und was genau droht Beamt*innen bei Zuwiderhandlung? Statt Steuergeld, Zeit und medialen Raum für populistischen Quatsch zu verschwenden, sollte Söder anerkennen, dass er den Sprachwandel nicht von oben bestimmen kann und sich besser um die echten Probleme kümmern.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobsi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-34328</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobsi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 11:39:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[dies ist wohl ein heikles Thema, welches uns -trotz des ausgesprochenem Verbots von Herrn Söder noch eine Zeit lang begleiten wird.
In den Medien und Nachrichten hört man jeden Tag die Gendersprache und das ja auch in Bayern, obwohl nun ein Verbot in allen bayrischen und staatlichen Einrichtungen  bzw. Behörden herrscht. Im Rest des Landes bleibt es (noch?) wie bisher - ich verstehe den Sinn nicht wirklich und kann nur mit dem Kopf schütteln. 
Für die Betroffenen ist das auch ne Berg- und Talfahrt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dies ist wohl ein heikles Thema, welches uns -trotz des ausgesprochenem Verbots von Herrn Söder noch eine Zeit lang begleiten wird.<br />
In den Medien und Nachrichten hört man jeden Tag die Gendersprache und das ja auch in Bayern, obwohl nun ein Verbot in allen bayrischen und staatlichen Einrichtungen  bzw. Behörden herrscht. Im Rest des Landes bleibt es (noch?) wie bisher &#8211; ich verstehe den Sinn nicht wirklich und kann nur mit dem Kopf schütteln.<br />
Für die Betroffenen ist das auch ne Berg- und Talfahrt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-27581</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 07:46:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-27497&quot;&gt;irgendwer&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag.
40 Jahre Forschung zur Semantik belegen, dass die generische Absicht an der Semantik scheitert, das hat nichts mit Merkel zu tun.
Sprache entwickelt sich immer aus Ihrem Gebrauch. Radikale Umstellungen funktionieren nicht. Daher mag es in der Theorie zwar nachvollziehbar sein, wenn es der Elekektrike, die Elektrikerin und das Elektrik heißt, es ist aber so fremd für die Menschen, dass es sich nicht durchsetzen wird.
Im Englischen ist es sehr wichtig, genderneutral zu sprechen. Weil Englisch eine andere Grammatik-Struktur hat, sind die Wege andere. Normal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-27497">irgendwer</a>.</p>
<p>Vielen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag.<br />
40 Jahre Forschung zur Semantik belegen, dass die generische Absicht an der Semantik scheitert, das hat nichts mit Merkel zu tun.<br />
Sprache entwickelt sich immer aus Ihrem Gebrauch. Radikale Umstellungen funktionieren nicht. Daher mag es in der Theorie zwar nachvollziehbar sein, wenn es der Elekektrike, die Elektrikerin und das Elektrik heißt, es ist aber so fremd für die Menschen, dass es sich nicht durchsetzen wird.<br />
Im Englischen ist es sehr wichtig, genderneutral zu sprechen. Weil Englisch eine andere Grammatik-Struktur hat, sind die Wege andere. Normal.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: irgendwer		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-27497</link>

		<dc:creator><![CDATA[irgendwer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 09:51:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=5261#comment-27497</guid>

					<description><![CDATA[Hier wird das Übel aber nicht an der Ursache gegriffen. Ursache ist, dass es neben einer generischen Form eine rein weibliche gibt, aber keine rein männliche und auch keine Form für eines der diversen anderen Geschlechter. 

Statt diese Problematik nun anzugehen, soll diese Diskrepanz so bleiben wie sie ist und weiter ausgebaut werden, indem die weibliche Endung zur allgemeinen Endung ausgebaut und auch für diese genutzt wird.

Das wird das Ungleichgewicht nicht lösen, es wird es nur weiter verstärken. Das wird keinen Frieden schaffen.

Sinnvoller wäre es, das Problem an seiner Ursache zu greifen: Abschaffen der Sonderformen. Wenn es die Worte Ärztin und  Ärztinnen nicht gibt, sondern nur Arzt und Ärzte, kommt erst gar nicht die Frage auf, welches Geschlecht ein Arzt denn wohl hat. 

Verdeutlichung der Problematik hier am artikelbezogenen Beispiel: 
-e, wenn ein Mann gemeint ist
-in, wenn eine Frau gemeint ist
-*in in allen anderen Fällen

Lassen wir das mal so stehen, könnte man ja auch genauso gut sagen:
-e, wenn ein Mann gemeint ist
-in, wenn eine Frau gemeint ist
-*e in allen anderen Fällen

Wäre das auch ok oder dämmert es, was hier an &quot;*in&quot; problematisch ist? 

Rein logisch spricht nichts dagegen, die &quot;dritte Form&quot; völlig anders zu gestalten und gerade eben _nicht_ am Feminin auszurichten. Nein, man muss das sogar, wenn man fair sein will, denn es an einem Geschlecht auszurichten ist das genaue Gegenteil von Gleichberechtigung/Gleichstellung! 

Ich habe diese Frage überzeugten Befürwortern des Genderns gestellt und ausnahmslos Ablehnung erfahren. Denn es steht fest: Man will gar keine gerechte Lösung. Man will sein Ego durchsetzen. Die Debatte wird emotional geführt, nicht sachlich. Und das führt zu einem Ergebnis, das nicht zufriedenstellen und auf Dauer bestehen wird, sondern das selbst falls es sich durchsetzt, weiter behandelt wird, bis es eine neue Lösung geben wird. Geben muss.

Hätte man Märkel zum Bundeskanzler gewählt, würde heute wohl kaum einer beim Bundeskanzler strikt an einen Mann denken. Wir aber schaffen lieber die Bundeskanzlerin. Wir wollen es so. Die Briten sind da weiter. Es gibt keine Prime Ministress und unter Prime Minister versteht wohl kaum ein Brite ein spezifisches Geschlecht. Wir Deutschen vertun diese Chance. Und werden das wohl erst erkennen, sobald es die erste person in dem Amt gibt, die sich weder als Bundeskanzler noch als Bundeskanzlerin identifiziert. Das wird tatsächlich passieren, bevor es eine Lösung gibt, so festgesessen sind die aktuellen Meinungen dazu.

Ach und wie schön, dass sich von diesem Text nur Männer und keine Frauen angesprochen fühlen - schließlich habe ich ja nur diese mit der hier gewählten vermeintlich maskulinen Form angesprochen. Nicht wahr!?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier wird das Übel aber nicht an der Ursache gegriffen. Ursache ist, dass es neben einer generischen Form eine rein weibliche gibt, aber keine rein männliche und auch keine Form für eines der diversen anderen Geschlechter. </p>
<p>Statt diese Problematik nun anzugehen, soll diese Diskrepanz so bleiben wie sie ist und weiter ausgebaut werden, indem die weibliche Endung zur allgemeinen Endung ausgebaut und auch für diese genutzt wird.</p>
<p>Das wird das Ungleichgewicht nicht lösen, es wird es nur weiter verstärken. Das wird keinen Frieden schaffen.</p>
<p>Sinnvoller wäre es, das Problem an seiner Ursache zu greifen: Abschaffen der Sonderformen. Wenn es die Worte Ärztin und  Ärztinnen nicht gibt, sondern nur Arzt und Ärzte, kommt erst gar nicht die Frage auf, welches Geschlecht ein Arzt denn wohl hat. </p>
<p>Verdeutlichung der Problematik hier am artikelbezogenen Beispiel:<br />
-e, wenn ein Mann gemeint ist<br />
-in, wenn eine Frau gemeint ist<br />
-*in in allen anderen Fällen</p>
<p>Lassen wir das mal so stehen, könnte man ja auch genauso gut sagen:<br />
-e, wenn ein Mann gemeint ist<br />
-in, wenn eine Frau gemeint ist<br />
-*e in allen anderen Fällen</p>
<p>Wäre das auch ok oder dämmert es, was hier an &#8222;*in&#8220; problematisch ist? </p>
<p>Rein logisch spricht nichts dagegen, die &#8222;dritte Form&#8220; völlig anders zu gestalten und gerade eben _nicht_ am Feminin auszurichten. Nein, man muss das sogar, wenn man fair sein will, denn es an einem Geschlecht auszurichten ist das genaue Gegenteil von Gleichberechtigung/Gleichstellung! </p>
<p>Ich habe diese Frage überzeugten Befürwortern des Genderns gestellt und ausnahmslos Ablehnung erfahren. Denn es steht fest: Man will gar keine gerechte Lösung. Man will sein Ego durchsetzen. Die Debatte wird emotional geführt, nicht sachlich. Und das führt zu einem Ergebnis, das nicht zufriedenstellen und auf Dauer bestehen wird, sondern das selbst falls es sich durchsetzt, weiter behandelt wird, bis es eine neue Lösung geben wird. Geben muss.</p>
<p>Hätte man Märkel zum Bundeskanzler gewählt, würde heute wohl kaum einer beim Bundeskanzler strikt an einen Mann denken. Wir aber schaffen lieber die Bundeskanzlerin. Wir wollen es so. Die Briten sind da weiter. Es gibt keine Prime Ministress und unter Prime Minister versteht wohl kaum ein Brite ein spezifisches Geschlecht. Wir Deutschen vertun diese Chance. Und werden das wohl erst erkennen, sobald es die erste person in dem Amt gibt, die sich weder als Bundeskanzler noch als Bundeskanzlerin identifiziert. Das wird tatsächlich passieren, bevor es eine Lösung gibt, so festgesessen sind die aktuellen Meinungen dazu.</p>
<p>Ach und wie schön, dass sich von diesem Text nur Männer und keine Frauen angesprochen fühlen &#8211; schließlich habe ich ja nur diese mit der hier gewählten vermeintlich maskulinen Form angesprochen. Nicht wahr!?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi Lieb		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-21988</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi Lieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2022 06:01:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-21938&quot;&gt;Arthur Dent&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für Ihren Kommentar.
Zur historischen Entwicklung und Bewertung von Geschlecht in der deutschen Grammatik lesen Sie bitte Ursula Doleschal (Professorin der Linguistik): Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne, Link: https://www.researchgate.net/publication/26402386_Das_generische_Maskulinum_im_Deutschen_Ein_historischer_Spaziergang_durch_die_deutsche_Grammatikschreibung_von_der_Renaissance_bis_zur_Postmoderne
Mit historisch meine ich nicht die DDR, sondern die gesamte Sprachentwicklung. Und daran erkennen sie, dass es zum Beispiel im Mittelalter gänzlich unüblich war, eine männliche Bezeichnung für eine Frau zu verwenden.
Richtig ist, dass in der DDR viel dafür getan wurde, damit Frauen arbeiten. Allerdings blieb auch dort die Hausarbeit und Kinderbetreung an den Frauen hängen.
Bei der Sprachwahrehmung geht es nicht darum, willkürlich etwas zu interpretieren. Das erfolgt unbewusst. Die unbewusste Wirkung des Maskulinums ist inzwischen hinlächlich erforscht und belegt. Dazu kommt: Weder kleine Kinder noch KI können diese Doppeldeutigkeit interpretieren.
Warum der Mesnch neutral ist, nun ja, weil das die Sprachgemeinschaft von mehr als 100 Millionen Deutschsprechenden so entschieden hat, eben so die Person.
Das Kind ist bereits durch den Artikel sächlich, ebenso das Mitglied.
Irritierend ist es aber, weshalb wir das Mädchen sagen und es versachlichen, aber der Junge/Bube. Wir könnten ja auch das Jungchen sagen oder einfach das Junge. Hier ist eien patriarchale Verschiebung. In manchen Dialekten wird sogar die erwachsene Frau versachlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-21938">Arthur Dent</a>.</p>
<p>Vielen Dank für Ihren Kommentar.<br />
Zur historischen Entwicklung und Bewertung von Geschlecht in der deutschen Grammatik lesen Sie bitte Ursula Doleschal (Professorin der Linguistik): Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne, Link: <a href="https://www.researchgate.net/publication/26402386_Das_generische_Maskulinum_im_Deutschen_Ein_historischer_Spaziergang_durch_die_deutsche_Grammatikschreibung_von_der_Renaissance_bis_zur_Postmoderne" rel="nofollow ugc">https://www.researchgate.net/publication/26402386_Das_generische_Maskulinum_im_Deutschen_Ein_historischer_Spaziergang_durch_die_deutsche_Grammatikschreibung_von_der_Renaissance_bis_zur_Postmoderne</a><br />
Mit historisch meine ich nicht die DDR, sondern die gesamte Sprachentwicklung. Und daran erkennen sie, dass es zum Beispiel im Mittelalter gänzlich unüblich war, eine männliche Bezeichnung für eine Frau zu verwenden.<br />
Richtig ist, dass in der DDR viel dafür getan wurde, damit Frauen arbeiten. Allerdings blieb auch dort die Hausarbeit und Kinderbetreung an den Frauen hängen.<br />
Bei der Sprachwahrehmung geht es nicht darum, willkürlich etwas zu interpretieren. Das erfolgt unbewusst. Die unbewusste Wirkung des Maskulinums ist inzwischen hinlächlich erforscht und belegt. Dazu kommt: Weder kleine Kinder noch KI können diese Doppeldeutigkeit interpretieren.<br />
Warum der Mesnch neutral ist, nun ja, weil das die Sprachgemeinschaft von mehr als 100 Millionen Deutschsprechenden so entschieden hat, eben so die Person.<br />
Das Kind ist bereits durch den Artikel sächlich, ebenso das Mitglied.<br />
Irritierend ist es aber, weshalb wir das Mädchen sagen und es versachlichen, aber der Junge/Bube. Wir könnten ja auch das Jungchen sagen oder einfach das Junge. Hier ist eien patriarchale Verschiebung. In manchen Dialekten wird sogar die erwachsene Frau versachlicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Arthur Dent		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-21938</link>

		<dc:creator><![CDATA[Arthur Dent]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 09:23:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„ Und weil Frauen sowieso nichts zu sagen hatten, wurden sie dort, wo das Geschlecht nicht bekannt war oder es sich um gemischte Gruppen handelte, einfach hinter den Männern versteckt. Man war es ja gewohnt, dass die Frauen eine untergeordnete Rolle spielten, also wurden sich auch sprachlich so behandelt. So begann die Geschichte des generischen Maskulinums.“
Äh ja.  Ich lasse das mal als These so stehen, wobei mir diese sehr von der Ideologie geprägt zu sein scheint. Man könnte es viel einfacher sehen: Wenn ich vom Lehrer in der Schule rede, ist es mir völlig egal, welches Geschlecht diese Person haben mag, weil ich nicht zwanghaft vom Artikel auf das Geschlecht schließe.  Diese Zuschreibung, der Lehrer müsse männlich sein, kam ja erst durch die feministische Sprache auf. 

„Für Berufe, Funktionen, Rollen oder Titel kennt die deutsche Sprache also traditionell unterschiedliche Wörter für Männer und Frauen. Das biologische und das grammatikalische Geschlecht stimmen dabei überein. Manchmal sind es ganz unterschiedliche Wörter. Meistens ist es ein Wortstamm mit unterschiedlichen Endungen.“
Das stimmt leider nicht:
- Der Müller war der Besitzer der Mühle. Die Müllerin seine Frau. Das ist auch ein Bedeutungsunterschied.
- Das Phänomen, dass Frauen mit der movierten (grammatikalisch femininen) Form genannt werden möchten, ist so alt nicht. Von traditionell kann keine Rede sein. In der DDR war es normal, dass Frauen auch als Arzt, Dreher und Lehrer bezeichnet wurden. Es gibt durchaus Indizien dafür, dass die Gleichberechtigung dort trotzdem (oder deswegen?) weiter fortgeschritten war.
- meist haben wir nicht einen Stamm mit verschiedenen Endungen, sondern einen Basisbegriff, an den eine Endung angehängt wird, um die weibliche Form zu erhalten. 

„deswegen reden wir heute von Reiningungskräften und Krankenpflegekräften, wenn Männer mitgemeint sind, nicht von Putzfrauen oder Krankenschwestern.“
Interessant, dass es für Männer akzeptabel ist, wenn sie „mitgemeint“ sind. War das nicht das Hauptargument gegen das generische Maskulinum?

„Sag also was du meinst und meine, was du sagst: Wenn du Männer meinst, benenne Männer. Wenn du alle meinst, benenne alle.“
Bis vor 40 Jahren kamen Frauen in unserer Sprache demnach nicht vor (außer als Ehefrauen, s.o.)? Wenn man aufhören würde, überall ein Geschlecht hineinzuinterpretieren, wäre das Problem, gelöst.
Zur unterstellten Uneindeutigkeit des generischen Maskulimums: Wenn jemand bei Verwendung des generischen Maskulinums sagen möchte, dass wir mehr männliche Erzieher brauchen, wird er das genauso sagen. 

Zum Schluss würde mich noch brennend interessieren:
Warum ist der Mensch neutral? Was unterscheidet ihn von dem Bürger? Wieso sind Sie bei dem einen in der Lage, sich angesprochen zu fühlen, bei dem anderen aber nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„ Und weil Frauen sowieso nichts zu sagen hatten, wurden sie dort, wo das Geschlecht nicht bekannt war oder es sich um gemischte Gruppen handelte, einfach hinter den Männern versteckt. Man war es ja gewohnt, dass die Frauen eine untergeordnete Rolle spielten, also wurden sich auch sprachlich so behandelt. So begann die Geschichte des generischen Maskulinums.“<br />
Äh ja.  Ich lasse das mal als These so stehen, wobei mir diese sehr von der Ideologie geprägt zu sein scheint. Man könnte es viel einfacher sehen: Wenn ich vom Lehrer in der Schule rede, ist es mir völlig egal, welches Geschlecht diese Person haben mag, weil ich nicht zwanghaft vom Artikel auf das Geschlecht schließe.  Diese Zuschreibung, der Lehrer müsse männlich sein, kam ja erst durch die feministische Sprache auf. </p>
<p>„Für Berufe, Funktionen, Rollen oder Titel kennt die deutsche Sprache also traditionell unterschiedliche Wörter für Männer und Frauen. Das biologische und das grammatikalische Geschlecht stimmen dabei überein. Manchmal sind es ganz unterschiedliche Wörter. Meistens ist es ein Wortstamm mit unterschiedlichen Endungen.“<br />
Das stimmt leider nicht:<br />
&#8211; Der Müller war der Besitzer der Mühle. Die Müllerin seine Frau. Das ist auch ein Bedeutungsunterschied.<br />
&#8211; Das Phänomen, dass Frauen mit der movierten (grammatikalisch femininen) Form genannt werden möchten, ist so alt nicht. Von traditionell kann keine Rede sein. In der DDR war es normal, dass Frauen auch als Arzt, Dreher und Lehrer bezeichnet wurden. Es gibt durchaus Indizien dafür, dass die Gleichberechtigung dort trotzdem (oder deswegen?) weiter fortgeschritten war.<br />
&#8211; meist haben wir nicht einen Stamm mit verschiedenen Endungen, sondern einen Basisbegriff, an den eine Endung angehängt wird, um die weibliche Form zu erhalten. </p>
<p>„deswegen reden wir heute von Reiningungskräften und Krankenpflegekräften, wenn Männer mitgemeint sind, nicht von Putzfrauen oder Krankenschwestern.“<br />
Interessant, dass es für Männer akzeptabel ist, wenn sie „mitgemeint“ sind. War das nicht das Hauptargument gegen das generische Maskulinum?</p>
<p>„Sag also was du meinst und meine, was du sagst: Wenn du Männer meinst, benenne Männer. Wenn du alle meinst, benenne alle.“<br />
Bis vor 40 Jahren kamen Frauen in unserer Sprache demnach nicht vor (außer als Ehefrauen, s.o.)? Wenn man aufhören würde, überall ein Geschlecht hineinzuinterpretieren, wäre das Problem, gelöst.<br />
Zur unterstellten Uneindeutigkeit des generischen Maskulimums: Wenn jemand bei Verwendung des generischen Maskulinums sagen möchte, dass wir mehr männliche Erzieher brauchen, wird er das genauso sagen. </p>
<p>Zum Schluss würde mich noch brennend interessieren:<br />
Warum ist der Mensch neutral? Was unterscheidet ihn von dem Bürger? Wieso sind Sie bei dem einen in der Lage, sich angesprochen zu fühlen, bei dem anderen aber nicht?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richtig gendern: 14 Argumente rund um gendergerechte Sprache		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-9984</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richtig gendern: 14 Argumente rund um gendergerechte Sprache]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 08:19:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] nicht Deutschlehrer. Und es zeigt b) dass die von Gendergegnern behauptete Unabhängigkeit von Genus und Sexus in der deutschen Sprache schlicht eine Falschbehauptung [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] nicht Deutschlehrer. Und es zeigt b) dass die von Gendergegnern behauptete Unabhängigkeit von Genus und Sexus in der deutschen Sprache schlicht eine Falschbehauptung [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sigi Lieb		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-9228</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sigi Lieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 06:39:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=5261#comment-9228</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank :-) - Freut mich, wenn mein Artikel weiterhilft und dir mein Blog gefällt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank 🙂 &#8211; Freut mich, wenn mein Artikel weiterhilft und dir mein Blog gefällt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christopher Seidel		</title>
		<link>https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/#comment-9207</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christopher Seidel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 15:14:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gespraechswert.de/?p=5261#comment-9207</guid>

					<description><![CDATA[Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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