Wir müssen unbedingt gendern. Geh mir weg mit dem Gendergaga. Ist mir egal, Hauptsache wir machen es einheitlich. So oder ähnlich verlaufen viele Debatten in Unternehmen, NGOs, Verbänden oder Kommunen. Sprachwandel gestalten wird zur Herausforderung. Dabei sind Sprache und Tonalität ein wichtiges Element von Unternehmenskultur und Marketing, eine gewisse Einheitlichkeit also relevant.
Sprache zwischen persönlichem Ausdruck und strategischer Kommunikation
Ganz egal, ob jemand „pro gendern“ ist oder „kontra gendern“, beide Seiten bringen allerhand Argumente, warum ihre Sichtweise die Richtige sei. Dabei spielen Halbwissen und persönliche Befindlichkeiten eine wichtige Rolle. Sprache ist unser wichtigstes Werkzeug für Kommunikation. Und sie ist ebenso etwas sehr Persönliches.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Thema redaktionelle Barrierefreiheit. Manchen ist sie sehr wichtig, andere wehren ab oder argumentieren mit SEO und GEO dagegen. Wieder andere benutzen angebliche Barrierefreiheit, um gegen geschlechtergerechte Sprache zu wettern.
Und was stimmt? Geschlechtergerechte, inklusive und barrierefreie Sprache und Suchmaschinenoptimierung beziehungsweise Optimierung für KI (GEO, LLM) müssen nicht im Widerspruch stehen. Im Gegenteil: Sie haben eine große Schnittmenge. Diese erfolgreich zu nutzen, erfordert, sich mit der Komplexität von Sprachformen, ihrer Wirkung, Verständlichkeit, Lesbarkeit für Mensch und Maschine zu befassen.
Geschlechtergerechte und barrierefreie Sprache als gemeinsames Projekt denken

In den vergangenen Jahren habe ich etliche Projekte begleitet und moderiert, in denen sich Unternehmen, NGOs oder Verbände auf gemeinsame Sprachleitfäden verständigt haben. Dabei habe ich stets Barrierefreiheit und Gendern zusammengedacht. Lebende Sprachen sind in sich agile Konzepte, kontextabhängig und ständig im Wandel.
Wenn sich ein Unternehmen mit seinem Sprachgebrauch und dessen Wirkung befasst, besser einmal richtig – als mehrmals und bruchstückhaft. Erfolgreicher Sprachwandel setzt voraus, dass wir uns wegbewegen von den Gipfeln der Empörung und uns ganz nüchtern in der Sache fragen: Was macht unser Unternehmen aus? Wie möchten wir mit unseren Stakeholdern kommunizieren? Welche Möglichkeiten gibt es dafür? Und wie bekommen wir maschinelles und menschliches Verstehen in einen Guss?
Barrierefreiheit und Optimierung für LLMs (GEO, KI-Optimierung) gehen dabei Hand in Hand. Denn Screenreader sind ebenso Maschinen wie Bots oder Crawler. Und KI steht auf klare Struktur und verständliche Sprache.
Sprache als wichtigstes Instrument für Kommunikation ist zu wichtig, als dass wir sie achtlos irgendwelchen Gewohnheiten überlassen sollten, ohne nachzudenken, was wir damit bewirken.
Das Besondere an den Konzepten von gesprächswert:
- Das Warum verstehen – Haltung
- Das Wie lernen – Techniken, Best Practice
- Anpassen auf branchen- und unternehmensspezifische Bedürfnisse
- Die Gewohnheit kommt mit der Übung
Bei diesem Change lernen alle Beteiligten, dass erfolgreicher Wandel Geduld benötigt sowie Ambiguitätstoleranz und Fehlerkultur. Erfolgreiche Sprachwandelprojekte sind agil angesetzt, so dass die Teams auch lernen, über ihr Fachsilo hinauszudenken, Lösungen zu probieren, zu teilen und aus ihnen zu lernen.
Mein Angebot: Erfolgreicher Sprachwandel durch Akzeptanz
Zum Thema kam ich eher zufällig. Ich hatte mich gewundert, warum sich Leute im Feuilleton elaboriert und auf Social Media unter der Gürtellinie wegen des Genders die Köpfe einschlagen. Das war zu einer Zeit, als ich für mittelständische Unternehmen Texte schrieb – und dabei genderte, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Daraus habe ich ein lernbares Konzept entwickelt.
- Strategische Beratung, Projektbegleitung und Moderation: Ich unterstütze Projektteams dabei, die für das Unternehmen, die NGO, den Verband passende Sprachkultur zu finden. Ich liefere Fachinput und moderiere die Entscheidungsfindung für die Eckpunkte des gewünschten Sprachleitfadens. Dabei achte ich darauf, dass sich das Team möglichst auf einen „Korridor der Akzeptanz“ einigt und ich berate und begleite es bei der erfolgreichen Implementierung.
- Workshops und Seminare: Ich habe diverse Workshop- und Seminarformate in unterschiedlichen Formaten rund um Gendern, redaktionelle Barrierefreiheit, Verständlichkeit, Rechtschreibung. Ich arbeite stets interaktiv. Wenn gewünscht erarbeite ich unternehmensspezifische Übungseinheiten. Denn meine Erfahrung zeigt: Wenn die Menschen mit den Texten ihres beruflichen Alltags arbeiten, ist das Training deutlich effizienter.
- Vorträge und Keynotes: In Kurzformaten sensibilisiere ich Ihr Publikum. Ich liefere unterhaltsam Fachwissen rund um Sprache und Gesellschaft, von der Rolle der Rechtschreibung für Barrierefreiheit bis zu den Verwirrungen rund um Geschlecht und Gender. Pragmatisch. Solide. Unterhaltsam.
- Lektorat und Begutachtung: Sie haben bereits Texte, Bilder, Websites und möchten wissen, wo Sie stehen und wo es Verbesserungspotenzial gibt. Ich biete Ihnen einen Text- und Bilder-Check mit qualifiziertem Feedback.
Ihre Vorteile: Orientierung, Akzeptanz, Ressourceneffizienz
- Orientierung für Ihren einheitlichen Auftritt als Arbeitgeberin und als Marke, der zu Ihrer Unternehmenskultur passt.
- Gute Akzeptanz bei Ihren Beschäftigten und Stakeholdern. Die 5 Prozent, die meckern, gibt es immer und bei jedem Changeprojekt. Wichtig ist, dass die große Mehrheit abgeholt wird und den Leitfaden mitträgt.
- Ressourceneffizienz: Indem Sie „geschlechtergerechte Sprache“, „redaktionelle Barrierefreiheit“ und „Optimierung für LLMs“ gemeinsam denken, sparen Sie Ressourcen
Wenn Sie nichts tun, gendern Sie trotzdem, aber dann machen alle was Sie wollen und das schadet Ihrem Markenauftritt.
Videokurse zum Thema Sprache
Auf Linkedin Learning biete ich diese Videokurse im Zusammenhang mit Sprache an:
- Videokurs: Inklusive Sprache – Gendern Grundlagen
- Videokurs: Inklusive Sprache – Gendern für Fortgeschrittene
- Videokurs: Wie Rechtschreibung auf die Reputation einzahlt
- Videokurs: Einfach gendern: gendersensible Sprache in der Unternehmenspraxis, 2020
FAQ zu Sprachwandel erfolgreich gestalten – barrierefrei und geschlechtersensibel
Bin ich zu barrierefreier Sprache verpflichtet?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist seit dem 28. Juni 2025 in Kraft und verpflichtet zu barrierefreier Kommunikation. Es gilt vor allem in der B2C-Kommunikation für alle mit mindestens 10 Beschäftigten oder 2 Millionen Jahresumsatz. Verpflichtung zur Barrierefreiheit kann es auch geben, wenn staatliche Fördergelder fließen. Aber auch wo Barrierefreiheit nicht gesetzlich verpflichtend ist, lohnt die Beschäftigung mit dem Thema. Denn Barrierefreiheit hilft bei der Optimierung für KI. Was das für Ihre Texte, Ihre Website und Ihre externe wie interne Kommunikation bedeutet ist Teil der Beratung von Sigi Lieb.
Ist der Genderstern ein Problem für die Barrierefreiheit?
Nicht unbedingt. Es kommt auf die Dosis an. Der Genderstern ist aus Perspektive der Barrierefreiheit besser als der Doppelpunkt. Aber er sollte sparsam eingesetzt werden. Oft gibt es einfache Lösungen ohne Sonderzeichen. Die Workshops von gesprächswert vermitteln beides: Gendern und Barrierefreiheit.
Wie überzeuge ich mein Team, auf inklusive Sprache zu achten?
Mit moralischer Überhöhung und Druck erzeugen Sie Reaktanz. Akzeptanz erreichen Sie, wenn sie die zu Ihrem Unternehmen passenden Leitplanken als Orientierung sezten und dem Team Raum für individuelle Sprachlösungen lassen. Diesen „Korridor der Akzeptanz“ gestaltet Sigi Lieb mit Ihnen und Ihrem Team.
Das sagen andere
Übersicht über weitere Referenzen…
Blogartikel zum Thema Sprachwandel, Gendern, Rechtschreibung und Barrierefreiheit
Im Folgenden die neueste Blogartikel. Auf der Seite Publiaktionen finden Sie weitere Texte und Beiträge zum Thema.
Weitere Angebote

Sigi Lieb – Ihr Sparring für Kommunikation im Wandel
Suchen Sie nach pragmatischen Lösungen für die Unternehmenssprache? Stockt Ihr Changeprojekt? Oder benötigen Sie Resilienz, Krisenprävention und Handlungsfähigkeit im Umgang mit einer empörten Gesellschaft? Mit viel Hintergrundwissen, Erfahrung und Pragmatismus begleite ich Sie zum „Korridor der Akzeptanz“ und moderiere Ihr Team durch einen Entscheidungs- und Entwicklungsprozess.





