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Gendergerechte Sprache: Was soll das Gendern und wie geht es?

Gendergerechte Sprache - eine Bestandsaufnahme

Wir reden vom Gendern und meinen eigentlich das Gegenteil: Wir treiben der deutschen Sprache das Gender aus. Aber was soll dieses Gendern überhaupt? Macht es die Sprache kaputt oder sorgt es für mehr Gerechtigkeit in der Sprache? Wie geht es, damit am Ende schöne und lesbare Texte herauskommen? Darum geht es in diesem Blogartikel.

Was haben Genus, Gender und generisch miteinander zu schaffen?

Zum Verrücktwerden ist das: Nicht nur, dass niemand darauf Rücksicht nimmt, ob jemand ein kleines, ein großes oder gar kein Latinum hat. Da klingen die drei häufigsten Wörter im Zusammenhang mit der Debatte um gendergerechte Sprache auch noch irgendwie gleich, obwohl sie drei völlig verschiedene Sachverhalte beschreiben. Es wird Zeit, Ordnung zu schaffen:

  • Genus ist ein Begriff aus der Grammatik und bezeichnet das grammatikalische Geschlecht.
  • Gender ist ein Begriff aus der Soziologie und bezeichnet das soziale Geschlecht in Abgrenzung zum biologischen Geschlecht (Sexus). Dahinter steckt der Gedanke, dass sich das Geschlecht nicht nur biologisch definiert, sondern auch gesellschaftlich konstruiert wird, und dass es mehr als nur Mann und Frau gibt.
  • Generisch ist ein Adjektiv und heißt verallgemeinernd.

Der Reihe nach:

Genus und Sexus in der deutschen Sprache

Im Deutschen haben wir wie im Lateinischen drei Genera und dazu drei Artikel: der, die und das. Wenn es sich um Gegenstände handelt, erfordert es ein tiefes Sprachwissen, um zu ergründen, warum es der Löffel, die Gabel und das Messer heißt.

Anders verhält sich das bei Menschen. Hier haben wir für Männer und Frauen eines Berufes, Standes, Ranges oder einer Rolle unterschiedliche Wörter:

Die Magd ist ebenso eine Frau wie die Zofe und die Königin. Während der Knecht, der Diener und der König Männer sind.

So lange die Rollen für Männer und Frauen klar verteilt waren, gab es hier kaum Probleme: Krankenschwestern und Sekretärinnen waren Frauen, Ärzte und Chefs waren Männer. Heilkundige Frauen waren ja bereits zu Beginn der Neuzeit zu Tausenden auf Scheiterhaufen verbrannt worden.

Nicht-binäre Menschen waren in dieser Welt nicht vorstellbar und nicht erlaubt. Wenn sie nicht umgebracht wurden, mussten sie sich für eine der beiden Schubladen entscheiden beziehungsweise, es wurde über sie hinweg entschieden. Und weil Frauen sowieso nichts zu sagen hatten, wurden sie dort, wo das Geschlecht nicht bekannt war oder es sich um gemischte Gruppen handelte, einfach hinter den Männern versteckt. Man war es ja gewohnt, dass die Frauen eine untergeordnete Rolle spielten, also wurden sich auch sprachlich so behandelt. So begann die Geschichte des generischen Maskulinums.

Das generische Maskulinum ist ein Begriff aus den 80er Jahren

Der Begriff generisches Maskulinum tauchte erst in den 80er Jahren im Deutschen auf. Und zwar als Kampfbegriff eines konservativen Linguistikprofessors (Peter Eisenberg, geb. 1940, inzwischen emeritiert) gegen feministische Bemühungen, deren prominenteste Vertreterin die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch (geb. 1944) ist.

Nun bin ich von der pragmatischen Sorte. Ich möchte Lösungen, schön und gendersensibel. Fakt ist ist schließlich, dass unsere heutige Gesellschaft eine andere ist als die in den 60er, 70er oder 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und dafür brauchen wir Wörter, dies treffend und wertschätzend abzubilden. Das ist sprachlogisch für das Deutsche, das ja auch sonst eine sehr präzise Sprache ist.

Die generische, also verallgemeinernde Verwendung von Artikeln gibt es natürlich schon länger. Auch die des generischen Femininums, bei dem männliche Vertreter mitgemeint sind. Bei Krankenschwestern hat sich eine generische Verwendung nicht durchgesetzt. Das war Männern offenbar nicht zuzumuten, sich als Schwester mitgemeint zu fühlen.

Kater dagegen müssen es bis heute erdulden, dass sie oft mitgemeint sind, wenn wir über Katzen reden. Anders ist dies bei Pferden. Hier haben wir ein drittes neutrales Wort. Von Hengst und Stute reden wir nur, wenn wir explizit das Geschlecht eines Pferdes ansprechen wollen. Und bei der Schlange gibt es erst gar kein Wort mit Geschlecht.

Berufe, Titel und Funktionen in der deutschen Sprache

Genus-und-Sexus-Regel - tabellarische Darstellung

Für Berufe, Funktionen, Rollen oder Titel kennt die deutsche Sprache also traditionell unterschiedliche Wörter für Männer und Frauen. Das biologische und das grammatikalische Geschlecht stimmen dabei überein. Manchmal sind es ganz unterschiedliche Wörter. Meistens ist es ein Wortstamm mit unterschiedlichen Endungen.

Für diverse Menschen gibt es zunächst keine eigenen Wörter, weil ihre Wahrnehmung als divers in der Öffentlichkeit noch recht jung ist. Und während wir Männer und Frauen in den meisten Fällen optisch klar unterscheiden können, sieht man es diversen Menschen für gewöhnlich nicht an.

Genus-Sexus-Ausnahmen-tabellearische DarstellungAusnahmen gibt es auch: Zum Beispiel bei das Mädchen oder das Männlein oder die Mannschaft und der Frauenfußball. Der Grund für diese Ausnahmen: Die Endung fordert in diesen Fällen ein bestimmtes Genus – chen und –lein wollen DAS, -schaft will DIE und –ball DER, ganz egal, um welches biologische Geschlecht es sich handelt.

Wir haben auch ein paar schizophrene Wörter, wie zum Beispiel Herrin. Nicht zu verwechseln mit der Dame. Eine Herrin muss keine Dame sein und eine Dame keine Herrin. Die Herrin klingt zudem wesentlich dominanter als der Herr, der eher elegant daherkommt. Aber wir kommen vom Thema ab. Unser Thema ist:

Wie kann ich gendergerecht, verständlich und schön gleichzeitig schreiben?

Der Blogbeitrag soll ja Hilfestellung sein, wie du schön, gendersensibel und verständlich gleichermaßen schreiben kannst.

1. Sage niemandem, was er*sie fühlen soll.

Denn anderen zu sagen, was sie fühlen sollen, ist übergriffig. Wir alle wollen in unserem Sosein gesehen und wertgeschätzt werden. Wertschätzung zeige ich auch mit meiner Sprache. Wie du siehst, habe ich hier den Genderstern verwendet. Aus meiner Sicht erzeugt er neue Wörter. Neben den bekannten Pronomen für Männer „er“ und Frauen „sie“ erzeugen wir also ein drittes neues Pronomen, das für alle Geschlechter steht: „er*sie“. Meinetwegen ginge auch „sier“, aber soweit sind wir in der deutschen Sprache noch nicht. Die englische Sprache ist hier weiter.

Der Stern kommt jedenfalls dort zum Einsatz, wo das Geschlecht des Menschen unbekannt ist oder es sich um gemischte Gruppen handelt. Statt des Sterns verwenden manche auch den Genderdoppelpunkt oder die Gendergap, die im Grunde die gleiche Bedeutung haben. Über die Unterschiede und die Gründe für das eine oder andere Zeichen schreibe ich einen eigenen Blogbeitrag.

2. Denke nach, was deine Worte bewirken.

Das solltest du sowieso immer tun, nicht nur beim Thema gendergerechte Sprache. Hinter guten Texten steckt oft viel Arbeit. Schnell hinausposauntes Zeugs dagegen enthält oft die Erwartung, dass jemand anderes schon verstehen wird, was ich meine, auch wenn ich mich unklar ausdrücke. Und genau das passiert nicht. Niemand kann in deinen Kopf schauen und deine Gedanken lesen. Sag also konkret, was du meinst und meine nicht irgendetwas und sage etwas anderes. Selbst bei guter und konkreter Sprache gibt es noch genug Missverständnispotenzial. Achte also auf deine Worte.

3. Denk nach, bei welchen Begriffen gendern relevant ist.

In der Genderdiskussion stehen Wörter, in denen ein sprachlicher Verweis auf das biologische Geschlecht enthalten ist. Wie dringend dieser Änderungsbedarf ist, hängt davon ab, wie nah am Menschen ein Wort ist. Zum Beispiel: Eine Professorin auf dem Podium kann nur eine Professorin sein. Der Sabine ist ebenso falsches Deutsch wie die Markus. Wenn Berufsbezeichnungen und Funktionen allgemein benannt werden, erscheint der Mensch dennoch recht deutlich vor dem geistigen Auge. Auch hier ist Gendersensibilität empfehlenswert.

Ob das auch noch gilt, wenn eine maskuline Bezeichnung Teil eines Wortes ist, welches einen Gegenstand beschreibt, darüber lässt sich streiten. Ich sehe es pragmatisch: Dort, wo es schöne und einfache Alternativen gibt, machen: zum Beispiel Redepult statt Rednerpult oder Gehweg statt Fußgängerweg. Aber ich finde, man sollte hier nicht heiliger sein als der Papst. Also keine Verrenkungen und Übertreibungen.

4. Neutrale Wörter haben keinen Genderbedarf.

Dort, wo in der Sprache kein Gender vorkommt, brauchst du auch nichts zu verändern: Das Mitglied ist ebenso genderneutral wie der Mensch und die Person. Gleiches gilt für: der Gast, das Opfer und die Figur. Oder für die Leute, das Publikum, die Belegschaft. Diese Neutralität kannst du geschickt herstellen, indem du neutralisierende Techniken verwendest: Denn Wörter auf –kraft, -enz, -ung oder –schaft sind in der Regel genderneutral, deswegen reden wir heute von Reiningungskräften und Krankenpflegekräften, wenn Männer mitgemeint sind, nicht von Putzfrauen oder Krankenschwestern. Dies gilt doch ebenso für Führungskräfte und die Personen im Aufsichtsrat oder Management, nicht wahr?! Die Partizipien (Studierende, Beschäftigte) funktionieren hervorragend im Plural.

5. Schreibe abwechslungsreich.

Ein Himmel voller Sterne mag super sein für romantische Nächte. Wenn ein Text mit Sternen überfüllt ist, stört dies den Lesefluss. Sparsam eingesetzt dagegen werden Gendersterne flüssig mitgelesen, verstanden, zur Gewohnheit und als normal empfunden. Nur zu viele auf einmal sind störend. Das gilt aber für andere Phänomene der Sprache genauso. Immer die gleiche Satzstruktur oder das Wiederholen der gleichen Wörter stören ebenfalls den Lesefluss.

Schreibe also abwechslungsreich und stelle deine Inhalte in den Mittelpunkt. Suche entweder nach Lösungen, die ohne biologisches Geschlecht auskommen. Oder, wenn du ein Gender benennst, mach es konkret. Sag also was du meinst und meine, was du sagst: Wenn du Männer meinst, benenne Männer. Wenn du alle meinst, benenne alle. Dabei helfen dir kreative Ableitungen vom Verb oder der Sache, statt von der Person sowie konkrete Beispiele.

6. Bleib entspannt. Sprachwandel ist Teil des gesellschaftlichen Wandels

Nur tote Sprachen ändern sich nicht (mehr). Und es ist ganz normal, dass einem manche Teile des Sprachwandels besser gefallen als andere. Geht mir auch so. Es gibt Wörter, die kommen mir nicht über die Lippen, außer, wenn ich über sie lästere. Andere Veränderungen passieren unmerklich. Und wieder andere reflektiere ich bewusst und entscheide mich. Im Fall gendergerechter Sprache habe ich mich entschieden, aktiv nach sprachschönen und sprachlogischen Lösungen zu suchen, diese lernbar zu machen und weiterzugeben. Denn schöne Sprache muss nicht diskriminieren.

Das Schöne am Sprachwandel ist: Am Ende setzen sich die sprachlichen Lösungen durch, die von vielen Menschen als praktikabel und passend empfunden werden.

Wie spreche ich den Genderstern?

Eine solche Lösung scheint der Genderstern zu sein. Es ging mir selbst so, als er mir 2018 mitten im Geschrei über ihn erstmals über den Weg lief. Das Binnen-I mochte ich nie, weil ich Versalien, also Großbuchstaben, im Wort als sehr störend empfinde. Wenn ich ein Zeichen brauchte, benutzte ich den Slash-Strich. Aber ich vermied beide, so gut es ging. Das änderte sich mit dem Genderstern. Der fügte sich harmonisch und schön in das Satzgefüge und den Text ein. Und so zog er in meinen Sprachgebrauch und wurde schnell heimisch. Sogar in der gesprochen Sprache gelingt mir das immer flüssiger.

Anfangs klang es komisch in meinen Ohren, wenn Dozierende an der Universität den Stern sprachen. Doch offenbar gewöhnte sich mein Gehör sehr schnell an die kleine Sprechpause, die alle einschließt. Und als ich bei einem Professor in der Vorlesung saß, der den Glottislaut nicht sprach, sondern das generische Maskulinum verwendete, fand ich das komisch, altbacken, seltsam. Es ist also viel Gewohnheit im Spiel.

Wie wird er denn nun gesprochen, der Genderstern, auch der Genderdoppelpunkt oder die Gendergap?

Gesprochen wird der Genderstern mit dem sogenannten Glottislaut oder Glottalschlag. Das ist eine kleine Pause zwischen den Silben. Du kennst sie von Wörtern wie mäandern oder beeilen. Genauso sprichst du auch Ärzt*in oder Kund*in.

Ärzt und Kund gibt es nicht – oder doch?

Ärzt und Kund gibt es nicht, schreien manche auf. Das kann man so sehen. Man kann es aber auch anders sehen. Wagen wir einen Blick über unsere Sprachgrenze nach Frankreich: Dort hat sich die erzkonservative Academie Française dem Volkswillen gebeugt und lässt seit Februar 2019 neue, genderneutrale Nomen zu. Zum Beispiel gibt es neuerdings ganz offiziell neben acteur und actrice das genderneutrale acteure für Schauspieler*in. Inoffiziell – also im Alltagssprachgebrauch – gibt es das schon länger.

So wie in Deutschland den Genderstern. Zurück zur Kritik, Kund- gäbe es nicht:

Begreife ich Kund*in als eine verkürzte Zusammenfassung zweier Wörter, stimmt der Einwand. Begreife ich Kund*in dagegen als neues eigenständiges Wort, ist das Argument obsolet. Denn dann habe ich den Wortstamm Kund- und drei verschiedene Endungen für drei Bedeutungen:

  • -e, wenn ein Mann gemeint ist,
  • –in, wenn eine Frau gemeint ist,
  • -*in in allen anderen Fällen,
    (also wenn es sich um eine diverse Person handelt, wenn das Geschlecht unklar ist oder es sich um gemischte Gruppen handelt).

Nur offiziell ist das halt vom Rat für deutsche Rechtschreibung (noch) nicht abgesegnet.

Sprachwandel ist auch nur ein Changethema

Wer jetzt immer noch glaubt, gendergerechte Sprache mache die schöne Sprache von Goethe und Schiller kaputt, der möge doch bitte einen Briefwechsel der beiden vom Ende des 18. Jahrhunderts im Original lesen. Falls du problemlos verstehst, was die beiden sich zu sagen haben, Chapeau. Diese Sprache ist nämlich so anders von unserem heutigen Deutsch, dass sie nur noch schwer zu verstehen ist. Die meisten dürften schon bei Erich Kästners Emil und die Detektive im Original von 1929 Schwierigkeiten haben. Denn damals waren viele Konjunktive gebräuchlich, die inzwischen aus der Sprache verschwunden sind.

Sprachwandel ist also ebenso real wie Digitalisierung. Das können wir gut finden oder nicht. Wenn wir uns aber verweigern und so tun, als lebten wir 1980, als das Internet noch ein großes Geheimnis für wenige Eingeweihte war und als es Männern in der BRD und bis 1997 im wiedervereinigten Deutschland erlaubt war, ihre Ehefrauen zum Sex zu zwingen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn uns die Wirklichkeit einholt und überrollt.

Gendergerechtigkeit ist für Männer, Frauen und alle, die sich der binären Zuordnung entziehen, gleichermaßen relevant. Denn sie bricht auf der sprachlichen Ebene mit traditionellen Bildern in unseren Köpfen. Sie gibt uns die Chance, unbewusste Vorurteile – oder Unconscious Biases – bewusst zu machen und zu reflektieren. Denn wir wollen doch alle Menschen wertschätzen und unseren Söhnen, Töchtern und denen, die sich dieser Zuordnung verweigern, gleichermaßen ermöglichen, sie selbst sein zu dürfen.

Natürlich schaffen wir mit Worten alleine weder Gehaltsunterschiede noch Vorurteile ab. Aber es geht auch nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch.

Abschließend ein Bonmot: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. (Quelle unklar: viele behaupten Talmud, die Jüdische Allgemeine sagt, Urheber sei der englische Schriftsteller Charles Reade, 1814–1884).

In diesem Sinne! Lasst uns kreativ nach Lösungen suchen, damit Sprache leisten kann, was sie soll: Uns über unser Erleben der Wirklichkeit und unsere Bedürfnisse austauschen. Das Deutsche bietet hierfür eine Menge Potenzial.

Gender und Diversity wagen - in der Unternehmenssprache

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Gendersensible Sprache in der Unternehmenskommunikation.

Bildnachweis: pixabay, coffee bean und eigene Bearbeitung

Personal Branding: Ich bin ich. Alle Anderen gibt es schon

Personal Branding - Die Marke ich

Ich hatte schon angefangen, meinen Beitrag zum Personal Branding für die Blogparade von Dr. Kerstin Hoffmann zu schreiben. Dann kamen Corona und ein Riesendurcheinander. Daher beginne ich mit einem kurzen Recap und erzähle dann, wie der Stand meines Personal Brandings heute ist.

Januar 2020: Mein Personal Branding zeigt Erfolg

Im Jahr 2019 hatte ich angefangen, meine Social-Media-Kanäle strategischer zu betrachten und für mein berufliches Personal Branding zu nutzen. In diesem Zusammenhang wurde Linkedin mein wichtigster Social-Media-Kanal und ein wunderbarer Ort zum Netzwerken. Außerdem hatte ich an meiner Website geschraubt. Ich arbeitete daran, meine Themen Gender und Resilienz nach vorne zu bringen. Und meine Bemühungen begannen zu fruchten. Immer mehr Anfragen trudelten ein, sowohl zum Thema Gender und gendern als auch zu Resilienz. Im Herbst 2019 hatte ich zwei Piloten für mein Resilienz-Wochenende durchgeführt und für Anfang Juni war das erste offizielle Resilienz-Wochenende in meinen Räumen geplant. Für April war eine Auszeit vorgesehen und für Mai und Juni sah die Auftragslage gut aus. Außerdem waren unterschiedlichste Netzwerk- und Vortragsaktivitäten angedacht.

März 2020: Und dann kam Corona

Dann kam der 13. März und mit ihm eine Vollbremsung, inklusive dem, was passiert, wenn man aus voller Fahrt bremst. Alles, was nicht angeschnallt ist, fliegt durcheinander. Ich hörte von anderen Leuten, dass sie plötzlich mehr Zeit hätten. Ich nicht. Zwar waren viele Aufträge plötzlich weg, aber zu tun hatte ich eher mehr als weniger. Mein Leben fühlte sich an wie ein Laubhaufen, in den gerade ein Laubbläser mit voller Wucht geblasen hatte. Alle Blätter wirbelten durcheinander, privat und beruflich. Und ich hatte alle Hände voll zu tun, die herumfliegenden Blätter wieder einzufangen und zu ordnen.

Juni 2020: Langsam geht es wieder voran

Im Juni scheint sich die Lage etwas zu entspannen. Es kommen neue Anfragen und für abgesagte Aufträge werden neue Termine für Online- und Remote-Trainings gesucht. Überstanden ist Corona noch nicht. Aber es ist, wie es ist. Ich kann letztlich nur nach vorne blicken.

Was ist das Ziel meines Personal Brandings?

Im Grunde will ich natürlich verkaufen. Aber nicht alles und nicht an jeden. Deswegen vertraue ich darauf, dass ich mit einem authentischen Personal Branding genau die Projekte und die Kundinnen und Kunden anspreche, die zu mir passen. Denn mal ehrlich: Am schönsten ist die Arbeit, wenn sie sich nicht wie Arbeit anfühlt. Und am befriedigendsten ist die Arbeit, wenn sie dazu beiträgt, dass hinterher etwas besser ist als vorher.

Ziel meines Personal Brandings ist es also, dass ich für die Dienstleistungen und Themen angefragt werde, die ich besonders gut kann und die mir Spaß machen. Und zwar von Kundinnen und Kunden, die meine Arbeitshaltung wertschätzen bzw. teilen.

Ich möchte gerne eine Mischung aus meinen Themen- und Tätigkeitsfeldern, also aus Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikationsstrategie und Sprachwandel. Ich möchte Trainings und Coachings zu Resilienz, Gender, Sprache und Diversity durchführen. Ich möchte längere Projekte machen, etwa zur Entwicklung und Implementierung von Genderkonzepten, mehr persönlicher oder auch organisationaler Resilienz und weniger Diskriminierung. Und ich möchte Content für B2B und komplexe Sachverhalte schreiben und in Fragen der Kommunikationsstrategie beraten.

Letztlich haben all diese Themen mit Kommunikation und ihrer Qualität zu tun, wie die Finger an einer Hand, die zwar getrennt aussehen, aber alle aus einer Handfläche wachsen und gemeinsam jeweils eine Hand bilden.

Personal Branding - Haende

Wie mich meine Positionierung herausfordert

Meine größte Herausforderung ist, diese verschiedenen Bereiche von Kommunikation so unter einem Dach zu vereinen, dass ich eine kurze und verständliche Antwort auf die Frage habe. „Was machst du eigentlich beruflich?“

Was für mich mit meinem Fachwissen über Kommunikation, Psychologie und Sprache logisch zusammenhängt, klingt in der Welt da draußen häufig nach: Du bist aber breit aufgestellt.

Letztlich fasziniert mich der Zusammenhang von Wahrnehmung, Wirklichkeitskonstruktion und der Kommunikation, die sich daraus entwickelt. Anders ausgedrückt: das Zusammenspiel von Mindset, Sprache und Kommunikation und was man damit bewirken kann bzw. was nötig ist, um in unserer globalen, digitalen und verrückten VUCA-Welt gesund und erfolgreich zu sein.

Dieses Wissen setze ich an verschiedenen Stellen ein, um Kommunikation zu verbessern: in der strategischen Variante, als Content, in Trainings und der Persönlichkeitsentwicklung. Die Herausforderung aber bleibt, drei Bereiche unter einen Hut zu bekommen:

  • Resilienz und Mindset: Resilienztraining, Diversity und Interkulturelles Training sowie andere Angebote zur Entwicklung und Stärkung von Menschen und Organisationen
  • Unternehmenskommunikation für B2B und komplexe Produkte/Dienstleistungen: Hier vor allem strategische Beratung und Content.
  • Reputation und Image durch Sprache: Gender, Diversity, Rechtschreibung, Framing

Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen, die über ihre eigene Resilienz reflektieren und sie trainieren, die ihre eigenen Unconscious Biases hinterfragen und die gelernt haben, Grenzen zu wahren, zu setzen oder zu öffnen bessere Kommunikator*innen sind, ob als Führungskräfte oder im Team.

Ebenso bin ich überzeugt, dass wir alle – egal ob Individuum oder Unternehmen bzw. Organisation – eine positive Fehlerkultur brauchen, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Ich glaube daran, dass Menschen, die eine hohe Kompetenz in Sachen Sprache und Verständnis für Sprachwandel mitbringen, schlicht mehr Möglichkeiten haben, sich so auszudrücken, dass sie die Reaktionen bekommen, die sie möchten. Auch das macht zufriedener.

Das betrifft sowohl die Kommunikation nach außen, die im Team und letztlich auch die mit sich selbst.

Wenn dies alles eingebettet ist in eine Strategie, die auf einer guten Analyse beruht, wenn die Inhalte der Zielgruppe helfen und nützen, dann sind das die besten Voraussetzungen für gelingende und gute Kommunikation.

Wer bin ich? Die Suche nach dem Markenkern

Was ist der Markenkern meines Personal Brandings? Klar, ich habe meine Dienstleistungen unter dem Dach „Kommunikation verbessern“. Aber was macht mich aus?

Ein Blick auf meinen Lebenslauf zeigt: Mein Gehirn scheint immer wieder neues Futter zu brauchen. Im Laufe der Jahre habe ich auf diese Weise immer neue Qualifikationen gesammelt: Diplom-Sozialwirtin, gelernte Radio- und TV-Journalistin, Fernstudium als PR-Beraterin, Zertifizierung als DaZ-Lehrkraft und zuletzt Bachelor Lehramt für Erwachsenenbildung. Dazwischen zahlreiche kleine Fortbildungen.

Kommunikation fasziniert mich – auf der psychischen Ebene ebenso wie auf der strategischen, auf der sprachlichen, der sozialen und der biologisch-neuronalen Ebene. Kommunikation ist meine Leidenschaft. Im Laufe der Jahre habe ich mir viel Kommunikationswissen aus all diesen Bereichen erarbeitet, verknüpfe es und entwickle daraus eigene Lern- und Trainingskonzepte.

Ich bin neugierig. Ob es fremde Länder sind oder das Leben von Menschen, denen ich privat nie begegnen würde. Ob es Produkt- und Dienstleistungen sind, die außerhalb der gängigen Supermarktregale liegen oder ob es um Change geht und darum, Neues zu denken und zu wagen. Ich begegne der Welt mit Offenheit, Neugierde und Entdeckerlust.

Ich habe nie aufgehört, nach dem Warum zu fragen. Das ist Teil der Neugierde, bekommt aber einen eigenen Punkt. Denn nur weil etwas neu ist, ist es nicht automatisch gut oder schlecht. Erst die Frage nach dem Warum liefert die Erklärung, Einordnung, den Sinn und erst dann kann eine Bewertung stattfinden. Durch dieses tiefe Nachfragen werden neue Zusammenhänge erkennbar und aus diesen lassen sich innovative Lösungen entwickeln.

Ich gestalte für mein Leben gern. Schon als Kind schuf ich Welten aus Lego, Bauklötzen, Eisenbahn und Gummitieren. Ich schnitzte, baute Dampfboote oder auch Möbel für Barbie. Etwas Anderes wusste ich mit Puppen nicht anzufangen. Heute entwickle ich begeistert Konzepte, konstruiere Lösungen. Ich liebe es, nach vorne zu denken.

Ich mag Menschen. Ich arbeite gerne mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen und ich freue mich, wenn ich etwas dazu beitragen kann, dass Menschen sich entwickeln können. Ich entdecke gerne, wie andere die Wirklichkeit sehen und kann mich gut in unterschiedlichste Perspektiven hineindenken.

Ich bin ausgesprochen zuverlässig, strukturiert und eher der direkte Typ. Klarheit, Transparenz und Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit möchte ich auch von meinem Gegenüber, weil das für mich der fruchtbarste Boden für erfolgreiche Kooperation ist.

Privat habe ich zwei Leidenschaften: Ich fotografiere gerne. Dabei liebe ich es, die Welt aus besonderen Perspektiven abzulichten. Und ich gehe gerne und oft wandern. Die Bewegung in der Natur mit dem Tempo der Seele, empfinde ich als entspannend, wohltuend und energiespendend.

Ich betrachte mein Leben als einen Lernweg.

Was mir beim Personal Branding leicht fällt

Sagen wir es anders herum: Ich bin eine grottenschlechte Schauspielerin. Anderen etwas vorzumachen, was ich nicht bin, strengt mich wahnsinnig an. Daher habe ich mich früh entschieden, möglichst nah bei mir zu sein.

Und weil ich mich dafür entschieden habe, ich zu sein, kein Me-too oder eine andere Anpassung an vermuteten Mainstream oder geglaubte Erwartungen, bin ich quasi immer authentisch. Das fällt mir leicht. Ich bin ich. Alle anderen gibt es schon.

Lange habe ich gebraucht, genau mein Themenspektrum zu finden, herauszufinden, was ich besonders gut kann, wofür ich brenne und wie ich arbeiten will. Seit ich das weiß, fällt es mir leicht, Angebote abzulehnen, die ich als unpassend empfinde. Wer weiß, was er kann, weiß auch, was andere besser können.

Andere sagen von mir vermutlich, ich sei extrovertiert und wahrscheinlich haben sie recht. Jedenfalls fällt es mir relativ leicht, andere Menschen anzusprechen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Entsprechend profitiere ich vom Netzwerken online wie offline. Ich teile gerne, bin neugierig und interessiere mich für andere.

Weil Texte schreiben ein Teil meines Berufes ist, fällt mir das Schreiben leicht. Wobei dieser Blogbeitrag dann wieder schwer ist, weil ich mir so viele Gedanken über mich machen muss. Und wir alle sitzen halt zu nah an uns selbst.

Die Personal Brand ist das, was andere über mich denken

Bis zu einem gewissen Grad kann ich natürlich messen, ob ich bei Google zu den Themen gefunden werde, für die ich das möchte. Ich kann anhand der Anfragen ablesen, ob mein Personal Branding in die richtige Richtung geht. Aber am Ende kann ich nicht entscheiden, welche Gedanken und Gefühle andere mit mir und meiner Personal Brand verbinden.

Was ich an Erinnerungsfetzen in den letzten Monaten über meine „Personal Brand“ gehört habe: Die mit dem Grün auf der Website, die mit dem Händebild, die macht was mit Sprache und Kommunikation, die mit dem Genderkurs, mit Rechtschreibung, die macht Resilienztrainings. – Nun, das geht doch alles in die richtige Richtung.

Ich bekomme recht gute Feedbacks, was die Qualität meiner Arbeit angeht. Wer es genauer wissen will, findet auf meiner Website zahlreiche Testimonials. Und was hinter vorgehaltener Hand über mich geredet wird, das bleibt Interpretation und Glaskugel.

Ich freue mich riesig über ehrliche Feedbacks. Nicht nur über Lobhudelei. Die ist natürlich auch schön, streichelt meine Seele. Das Belohnungszentrum setzt Glückshormone frei, wenn meine Anstrengung auf Gegenliebe stößt. Logisch. Besonders wertvoll aber wird Feedback, wenn es auch die Aspekte einbezieht, die ich verbessern kann. Das wertschätze ich sehr.

Mein Kommunikationsmix auf Social-Media-Plattformen

Ich muss gestehen: Bis Anfang 2019 waren meine Social-Media-Aktivitäten eher der Prokrastination geschuldet als einer Strategie, die diesen Namen verdient hätte. Auch heute ist hier noch viel Luft, aber ich bin auf einem guten Weg.

Anfang 2019 jedenfalls fragte ich mich: Wie nutze ich bisher Social-Media-Plattformen und soll das so? Unter die Lupe kamen auch meine Website und mein Blog. Und das Ergebnis?

  • Facebook: Business-Website gelöscht, privater Account noch aktiv, aber nur noch selten anwesend
  • Instagram: War ich nie, bin ich nicht
  • Pinterest: Wollte ich mir 2020 ansehen, aber da kam Corona dazwischen
  • Twitter: Schlafender Account war und ist vorhanden
  • Xing: Ich habe 2019 das Profil aktualisiert, aber da man bei Xing wenig tun kann, mache ich dort auch wenig. Für Kontaktaufnahmen oder Netzwerkpflege bin ich dort erreichbar, aber wenig aktiv. Profil könnte ich mal wieder aktualisieren.
  • Linkedin: Das war Anfang 2019 ein schlafender Account mit einigen wenigen Kontakten. Und seither haben sich auf Linkedin meine Aktivitäten, mein Netzwerk und meine Sichtbarkeit massiv erweitert. Linkedin ist eindeutig die Business-Plattform meiner Wahl. Fazit zu Linkedin: Die Plattform bietet sehr gute Voraussetzungen für Personal Branding sowie den Aufbau und die Pflege beruflicher Netzwerke. Hier bin ich auf Linkedin zu finden..

Zu den Social-Media-Plattformen kommen meine Website und mein Blog. Auch die habe ich 2019 unter die Lupe genommen und kräftig daran gearbeitet. Immer mit dem Fokus meine Personal Brand zu entwickeln und für die Welt da draußen verstehbar zu machen. Inzwischen habe ich auch einen Newsletter, der interessierten Leuten meine Blogbeiträge direkt ins E-Mail-Postfach liefert.

Die letzten Corona-Wochen nutzte ich, um weiter an der Website zu arbeiten und zu entwickeln. Ich habe Themenseiten für Resilienz, Diversity, Gender und Rechtschreibung im Kontext von Reputation erstellt sowie einen Selbsttest zu Orthografie und Zeichensetzung entwickelt. Meine Website ist als agiles Projekt organisiert. Ich habe damit leben gelernt, dass ich eigentlich immer etwas daran zu tun habe.

Danke oder: You never walk alone

An der Stelle möchte ich all denen danken, die mir geholfen haben, wann immer CSS, HTML und andere Techie-Details für mich aussahen wie chinesische Speisekarten, allen voran Kerstin Dämon, Katja Flinzner und Patrich Pachner. Danke auch an Kerstin Hoffmann, die mir mit ihrer Blogparade den Impuls gab und die Herausforderung, mir Gedanken über mich und mein Branding zu machen.

Unter den Tisch gefallen sind in den letzten Monaten leider meine Blogbeiträge. Die Liste der Themen und Ideen ist lang. Und alte Blogbeiträg harren der Aktualisierung. Insofern bleibt die To-Do-Liste lang und meine Website ein agiles Projekt. Aber ist nicht unser ganzes Leben ein agiles Projekt, das sich jeden Tag aus geplanten Aktivitäten und ungeplanten Überraschungen gestaltet?

Update: Die Fremdsicht – Hashtags über mich

Update vom 4. Juli 2020: Ich habe den Blogartikel am 1. Juli auf Linkedin gepostet und mein Netzwerk gebeten, in drei Hashtags die jeweilige Sicht auf mich zu kommentieren. Das Ergebnis habe ich heute ausgewertet. Gleiche Begriffe oder solche, die auf das Gleiche verweisen, habe ich gruppiert.Hashtags über SigiDanke an alle für das Mitmachen.

Bildnachweise: Titel Collage von Sigi Lieb, Händebild: greyerbaby, pixabay

Sprache: Anglizismen richtig schreiben Teil 2 – Verben konjugieren

Anglizismen: Verben konjugieren

In den letzten Jahren sind viele Verben aus dem Englischen eingewandert oder wurden von englischstämmigen Wörtern abgeleitet: Wir simsen inzwischen nur noch selten, weil wir meistens chatten. Wir canceln Termine, googeln Informationen und chillen zur Entspannung. Wie sollen wir umgehen mit diesen Anglizismen in Verbform? Vor ein paar Tagen habe ich euch erklärt, welche Regeln für Nomen gelten, die aus dem Englischen migriert sind. Heute sind die Verben an der Reihe. Read more

Sprache: Wie schreibe ich Anglizismen richtig? – Nomen

Anglizismen richtig schreiben - Nomen

Die deutsche Sprache ist sehr tolerant und besitzt große Integrationskraft. Sie nimmt Fremdwörter auf, integriert sie schrittweise und bleibt sich damit treu. Es gab Zeiten, da sprach der Mensch von Welt mehr Latein und Griechisch als Deutsch. Zu anderen Zeiten parlierte die bessere Gesellschaft lieber Französisch. Und heute tummeln sich die Anglizismen in der Sprache, dass man bisweilen die Orientierung verliert, ob das nun ein englischer oder ein deutscher Text sein soll. Die Folge: Sowohl die englische wie die deutsche Sprache leiden. Besonderes im Business-Deutsch, also der Geschäftssprache wimmelt es vor Anglizsmen. Aber wie werden sie richtig geschrieben? Zeit für ein kleines Upgrade deiner Sprache, heute Nomen.
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5 Sprachspiele, die deine Kreativität trainieren

Sprachspiele - Symbolbild

An den Weihnachtstagen oder an Silvester sitzen wir zusammen, reden, feiern – und manche von uns haben Spaß an Spielen. Hier habe ich euch fünf Sprachspiele zusammengestellt, vier Kreativitätstechniken und eine Ausspracheübung, viel Potenzial zum Lachen und ganz nebenbei trainiert ihr Wortschatz, Kreativität und Sprachkompetenz. Die fünf Spiele habe ich aus meinem Linkedin-Adventskalender Sprache ausgewählt. Read more

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Ich surfe im Web, poste Content, chatte über Messengerdienste und netzwerke abends beim Meetup oder einem Networking-Event. Ist das jetzt noch Deutsch oder schon Englisch? Ich würde sagen, gepflegtes Denglisch. In der deutschen Sprache wimmelt es vor Anglizismen, manche sind gut und nützlich, andere eher hinderlich für erfolgreiche Kommunikation. Lassen Sie uns einen Blick auf den Sinn und Unsinn von Anglizismen in der deutschen Sprache werfen. Read more

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Rechtschreibung: Maße oder Masse

Ich liebe das ẞ, das Eszett oder das scharfe S, wie es genannt wird. Es ist Bestandteil des Markenkerns der deutschen Sprache, der USP, der Unique Selling Proposition. Das Eszett ist identitätsstiftend für das Deutsche. Den Buchstaben ß gibt es nur in dieser unseren Sprache, so wie das Ñ und das ¿ typisch sind für das Spanische und das Ç für Französisch oder Katalan. Read more

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Um den Begriff Working-out-loud oder WOL ist in den letzten Monaten ein regelrechter Hype entstanden. WOL beschreibt eine Methode, die Menschen fit machen soll für die neue agile und digitale Arbeitswelt. Bei Working-out-loud geht es weniger um Lautstärke, denn um das Sichtbarmachen der eigenen Arbeit, um Kooperation und gegenseitiges Helfen. Read more