Change-Projekte stocken nicht ohne Grund. Oft wurden im Vorfeld Einstellungen und Befindlichkeiten übersehen. Menschen fühlen sich übergangen, empfinden das Neue als unnötig oder machen sich Sorgen. Meine Erfahrung kommt aus einem der emotionalisiertesten Felder überhaupt: dem Thema Sprachwandel.
Dort moderiere ich einen „Korridor der Akzeptanz“, bei dem ein Großteil der Beschäftigten mitgeht. Dieses Erfahrungswissen übertrage ich auf andere Change-Themen. Ich arbeite pragmatisch und menschenzentriert über die Silos hinweg. In interdisziplinären Teams analysieren und entwickeln wir gemeinsam passende und praxistaugliche Lösungen für das jeweilige Unternehmen.
Warum Change-Projekte funktionieren oder stocken
Was haben Digitalisierung, Veränderung der Unternehmenskultur und Sprachwandel gemeinsam? Alle greifen in alltägliche Gewohnheiten ein und wollen diese Gewohnheiten verändern.
- Das führt zu ähnlichen Widerständen.
- Das Alte ist gut, kein Grund es zu ändern.
- Das Alte ist zwar nicht gut, aber das Neue macht es nicht besser/noch schlimmer.
- Auch, wenn grundsätzlich eine Bereitschaft da ist: Gewohnheiten sind einfach und schnell. Sie zu ändern, kostet Anstrengung.
- Es erfordert ähnliche Prozess-Anstrengungen. Es ist nicht damit getan, ein Paper zu beschließen und zu verkünden. Es braucht einen stetigen Prozess, der begleitet, gefördert und unterstützt wird.
- Freiwilligkeit erhöht die Akzeptanz, Zwang die Reaktanz. Einerseits brauchen Beschäftigte Vorgaben und verlangen nach Einheitlichkeit, weil sie übersichtlich und einfach ist. Gleichzeitig möchte niemand überwältigt und überfordert oder gar gezwungen werden, etwas zu tun, was ihm oder ihr total widerstrebt. Wenn Sie es schaffen, zwischen diesen widersprüchlichen Bedürfnissen einen Korridor zu schaffen, der Orientierung bietet, aber nicht dogmatisch Zwang ausübt, stärken Sie die Akzeptanz und erhöhen die Erfolgsquote.
Veränderung moderieren statt verordnen
Change begleiten meint, nicht zu verordnen, sondern gemeinsam mit interdisziplinären Teams pragmatische und praxistaugliche Lösungen für das jeweilige Unternehmen zu entwickeln – mit den Menschen, die sie umsetzen sollen, im Zentrum.
Durch die Begleitung von komplexen Sprachwandel-Projekten habe ich einige Expertise aufgebaut, die universell auf Change-Projekte und typische Blockaden übertragbar ist. Ich wurde oft gefragt: Warum sind die Debatten über Gendern so emotional?
Dafür gibt es zwei Gründe:
- Weil sie an etwas andocken, das wir jeden Tag benutzen, das für uns persönlich wichtig ist und weil dies unsere Routinen stört.
- Weil es zu dem Thema viele polarisierte, vereinfachte und irreführende Behauptungen gibt, die als Tatsachen verkauft werden.
Und nun meine Frage an Sie: Welchen dieser beiden Punkte gibt es nicht, wenn es um neue Software geht, um KI-Projekte, Umstrukturierungen, Unternehmensnachfolge oder die Fusion von Unternehmen – also um Transformation?
Das allgemeine Change-Tempo und Unsicherheiten der Weltpolitik verstärken zusätzlich Ängste, Unsicherheiten und führen leicht zur Überforderung.
Mein Angebot: Transformation mit Bodenhaftung
Um Widerstand zu minimieren und Akzeptanz zu stärken, biete ich Unterstützung auf drei Ebenen an.
So können Sie mich einbinden:
- Strategische Beratung und Projektbegleitung: Ich unterstütze Führungskräfte und Projektteams dabei, den passenden „Korridor der Akzeptanz“ zu finden. Ganz egal, ob es um Digitalisierung geht, um KI, um neue Formen der Zusammenarbeit oder um Unternehmenskultur: Wir analysieren gemeinsam potenzielle Widerstände und entwickeln schrittweise Lösungen, die passgenau und pragmatisch für Ihr Unternehmen das Warum erklären und Orientierung bieten, ohne dogmatischen Zwang auszuüben.
- Workshops und Seminare: Veränderung braucht Reflexion. In interaktiven Formaten schule ich Beschäftigte und Teams, sensibilisiere, wie typisch menschliche Züge (Konformitätsdruck, Confirmation Bias, Bekanntes versus Fremdes) Einfluss nehmen auf unsere Zusammenarbeit, unsere KI-Nutzung, unsere Konflikte. Ich schule im Kritischen Denken, in Ambigutiätstoleranz und Fehlerkultur, für Ihren Unternehmenserfolg.
- Keynotes und Impulse: Ich öffne den Blick für die universellen Muster von Change-Projekten. Mit Beispielen aus der Praxis zeige ich auf, warum wir so ticken, wie wir ticken – und wie wir dieses Wissen nutzen, um erfolgreiche Transformationen (Digitalisierung, Kultur, Sprache) zu gestalten.
Dabei nutze ich meine Erfahrung aus stark emotionalisierten Sprachwandel-Projekten und zu geschlechtlicher Vielfalt als Blaupause für Ihre Herausforderungen in der Digitalisierung oder Unternehmenskultur. Ich arbeite mit bewährten Kommunikations- und Konfliktmodellen, einem breiten Methodenkoffer und nutze neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft und KI-Forschung.
Ihre Vorteile: mehr Kooperation, mehr Akzeptanz
- Höhere Erfolgsquote, weniger Reibungsverluste, mehr Motivation.
- Ich helfe, das Warum verständlich zu erklären, nehme den Druck aus der Kommunikation und entlaste so die Führungsebene
- Ich befähige Teams und stärke Kooperation.
Lassen Sie uns klären, wo Ihr Projekt gerade hakt.
Erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine INQA-Förderung?
Wenn Sie ein kleines oder mittelständisches Unternehmen sind, erfüllen Sie möglicherweise die Voraussetzungen, um sich 80 Prozent des Beratungshonorars via INQA-Coaching fördern zu lassen. Ich bin als INQA-Coach autorisiert und darf diese Form der Changeberatung durchführen. INQA-Coaching ist ein Förderprogramm für KMU aus den Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds. Mehr erkläre ich auf der Seite: INQA-Coaching – Geförderte Beratung für KMU.


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Auf dieser Seite bekommen Sie einen kostenlosen Einblick in meine Videokurse.
FAQ zu Change begleiten mit Pragmatismus und Akzeptanz
Warum stockt das Change-Projekt?
Natürlich gibt es viele Gründe, warum ein Change-Projekt nicht weitergeht. Häufig hat es mit unvollständigen Informationen zu tun, mit Teams, die sich übergangen fühlen oder auch mit handfesten Sollbruchstellen, die bei der Planung übersehen wurden. Damit es weitergeht und ein „Korridor der Akzeptanz“ den Wandel trägt, müssen ebendiese Gründe ermittelt werden. Sigi Lieb analysiert diese Widerstände neutral von außen und moderiert den Prozess zurück in die produktive Zusammenarbeit, indem sie die Perspektiven aller Beteiligten pragmatisch zusammenführt.
Wie schaffe ich Akzeptanz, wenn mein Team KI oder neue Prozesse ablehnt?
Beim Thema KI, Digitalisierung, Änderung von Abläufen ist es ähnlich wie beim Thema Sprachwandel: Die Beschäftigten sind in ihren alltäglichen Arbeitshandlungen betroffen. Wenn das top-down verordnet wird, stehen die Chancen gut für Unmut und Reaktanz. Sinnvoll ist es, die Abteilungen etwa durch interaktive Workshops und iterative Prozesse mit Feedback-Schleifen in die Veränderung einzubeziehen. Das fördert nicht nur die Akzeptanz in den Teams, sondern schärft auch den Blick für passgenaue Lösungen jenseits von Silodenken.
Wann ist es sinnvoll, externe Unterstützung für ein Change-Projekt hinzuzuziehen?
Im Grunde kann eine Change-Management-Beratung oder eine externe Prozessbegleitung in jeder Projektphase hinzugezogen werden. Das geht als Sparring für die zuständige Führungskraft und Projektleitung, als Impuls in einem Townhall-Meeting oder als Begleitung durch das ganze Projekt. Sigi Lieb berät bei der Planung des Changeprojektes, gibt Impulse, unterstützt bei der Ermittlung, warum ein Projekt stockt und begleitet die Umsetzung.
Das sagen andere
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