Wenn wir heute im deutschen Sprachraum von Propaganda reden, meinen wir eine interessengeleitete und manipulative Einflussnahme auf die gesellschaftspolitische Meinungsbildung. Tatsächlich war der Begriff nicht immer so negativ besetzt. Woher kommt das Wort und wie hängen Psychologie, Public Relations und politische Propaganda zusammen? Darum geht es in diesem Blogbeitrag.
Propaganda: Der Wortursprung liegt im Lateinischen und in der katholischen Kirche
Der Begriff „Propaganda“ leitet sich ab vom lateinischen „propagare“, wörtlich: „Setzlinge/Absenker festmachen/einsetzen“ beziehungsweise „durch Ableger vermehren“. Dabei ist „propago“ der Setzling oder Ableger. „Pro“ heißt soviel wie vorwärts, hervor und „pag“ verweist auf die Wurzel. Wir können „propagare“ also übersetzen mit: ausbreiten, vermehren, fortpflanzen. Im übertragenen Sinne auch voranbringen, ausdehnen, verbreiten.
Propaganda ist der Ablativ Femininum Gerundiv und bedeutet so viel wie: „das, was auszubreiten ist“ oder „zur Ausbreitung bestimmt“.
Im 17. Jahrhundert begann der Begriff „Propaganda“ seine internationale Karriere. 1622 gründete Papst Gregor XV die „Sacra Congregatio de Propaganda Fide“, die heilige Kongregation zur Verbreitung des Glaubens als Aufsicht für ausländische Missionen. 1627 ergänzte sein Nachfolger Papst Urban VIII das „Collegium Urbanum de Propaganda Fide“ als Ausbildungskolleg für Missionare.
Damit wurde „Propaganda“ als institutioneller Name etabliert und das Wort in die europäischen Sprachen gebracht.
Ich investiere viel Arbeitszeit in meine Blogbeiträge, beachte journalistische Kriterien und stelle viel weiterführende Information zur Verfügung. Das alles stelle ich kostenlos für alle zur Verfügung – ohne bezahlte Werbung auf meiner Seite. Aber natürlich muss auch ich im Supermarkt mit Euros bezahlen. Daher freue ich mich, wenn du meine ehrenamtliche redaktionelle Arbeit unterstützt.
Propaganda: Begriff aus Marketing und Public Relations
Mit der Entwicklung von Massenmedien und professioneller Produktwerbung wanderte der Begriff um 1900 ins Marketing, das damals noch nicht so hieß. Dieses Fach etablierte sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Propaganda war Anfang des 20. Jahrhunderts ein synonymer Begriff für Reklame oder Werbung. Und in manchen Sprachen gibt es diese Bedeutung heute noch.
Während des 1. Weltkrieges (1914 bis 1918) betrieben die Kriegsparteien erstmals großangelegte Kampagnen in Massenmedien, um ihre Sicht auf die Weltlage so darzulegen, dass die Leute ihnen zustimmten. Im Nachhinein stellten sich viele Geschichten zur Kriegsbegründung als falsch oder übertrieben heraus.
Es ist nicht so, dass es in der Weltgeschichte nicht auch vorher schon Intrigen gab, die über Leben und Tod politischer Konkurrenz entschieden. Ebenso gab es Gerüchteküchen und Stille-Post-Effekte, die Erzählungen beim Weitererzählen immer dramatischer erscheinen ließen. Das alles gab es lange, bevor der Buchdruck erfunden wurde, lange bevor es Radio, Fernsehen oder heute Internet und Social Media gab.
Neu war Anfang des 20. Jahrhunderts, dass solche Erzählungen auf einen Schlag eine große Zahl an Menschen erreichen und damit Massen mobilisieren konnten. Das Neue an Social Media im 21. Jahrhundert ist, dass dies in Echtzeit geschieht und jede Person mit Internetzugang ihre Erzählung massenhaft verbreiten kann. Dazu später mehr. Bleiben wir zunächst beim Beginn des 20sten Jahrhunderts.
Edward L. Bernays und die Entwicklung professioneller Public Relations
Edward (Louis) Bernays gilt als der Begründer moderner Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations). Bernays wurde 1891 in Wien als Sohn von Ely Bernays und Anna Freud, der Schwester des Psychoanalytikers Sigmund Freud, geboren. Als Edward ein Jahr alt war, migrierte seine Familie in die USA, wo er aufwuchs.
Bernays nutzte die noch neuen Erkenntnisse aus der Psychologie als Unternehmensberater für seine Kundschaft (Psychoanalyse, Massenpsychologie, Behaviorismus). Er stand bereits während des 1. Weltkrieges im Dienste der US-Öffentlichkeitsarbeit. In den 1920er Jahren verhalf er großen US-Kunden dabei, ihr Ansehen in der Öffentlichkeit zu steigern und ihre Geschäftsergebnisse zu verbessern.
Der Unterschied zu anderen Werbekampagnen: Bernays zielte weniger auf die Vermarktung eines bestimmten Produkts, als subtiler auf die Meinung der breiten Öffentlichkeit, was sich indirekt auf Nachfrage und Geschäftserfolg auswirkte.
Propaganda als strategische Methode zur Verbreitung von Ideen
1923 erschien sein Buch „Crystallizing Public Opinion“, 1928 erschien „Propaganda“. Darin definiert Bernays Propaganda als organisierten und strategischen Mechanismus, durch den Ideen in großem Umfang verbreitet werden.
The mechanism by which ideas are disseminated on a large scale is propaganda, in the broad sense of an organized effort to spread a particular belief or doctrine.
Edward L. Bernays, 1928, in: Propaganda, Kapitel 2, The New Propaganda
Bernays ist sich der negativen Konnotation des Begriffs, die er bereits in den 1920er Jahren hatte, bewusst. Er ist jedoch der Auffassung, ob Propaganda in einem konkreten Fall etwas Gutes oder Schlechtes sei, hänge „vom Wert der vertretenen Sache und von der Richtigkeit der veröffentlichten Informationen ab.“
I am aware that the word “propaganda” carries to many minds an unpleasant connotation. Yet whether, in any instance, propaganda is good or bad depends upon the merit of the cause urged, and the correctness of the information published.
Edward L. Bernays, 1928, in: Propaganda, Kapitel 2, The New Propaganda
Das vermutlich berühmteste Beispiel von Bernays PR-Erfolgen ist die Kampagne für American Tobacco, die Rauchen mit Freiheit assoziierte und mit dem Freiheitskampf der Frauenbewegung verknüpfte. Für Procter & Gamble entwarf er Seifenschnitzwettbewerbe. Und für die Beech-Nut Packing Company sorgte er dafür, dass Bacon und Eier zum typischen amerikanischen Frühstück wurden.
Was Bernays in den USA nutzte, um die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Bezugsgruppen (Stakeholdern) zu steuern und dem Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen, wurde auch in Europa aufmerksam verfolgt und studiert.
Erkenntnisse von Freud und Bernays für grausame Ideologien benutzt
Ein großer Fan von Bernays Ansatz war Josef Goebbels, so zumindest berichtet es Bernays in seiner Autobiografie „Biography of an Idea“, 1965. Darin schreibt Bernays, was ihm der Hearst-Auslandskorrespondent Karl von Wiegand 1933 bei einem Abendessen in seinem Haus erzählt habe.
Wiegand war gerade von einer Berlinreise zurück und sagte Bernays, Goebbels habe ihm seine Propaganda-Bibliothek gezeigt und nutze „Crystallizing Public Opinion“ als Grundlage für die Kampagne gegen die Jüdinnen und Juden in Europa. Bernays, der selbst Jude war, schreibt, das habe ihn schockiert.
In einem im Juni 2026 erschienen Artikel zeichnet Ronn Torossian diese Geschichte nach. Torossian stimmt zunächst Bernays Sichtweise zu, dass die Methode selbst weder moralisch noch unmoralisch sei. Die Moral liege in den Händen derer, die die Methoden verwenden. Die Techniken, die Bernays nutzte, um Zigaretten an US-Amerikanerinnen zu verkaufen und Bacon auf amerikanische Frühstückstische zu bringen, wurde vom Propaganda-Minister des Dritten Reiches eingesetzt.
The techniques Bernays had developed to sell cigarettes to American women and bacon to American breakfast tables had been picked up by the propaganda minister of the Third Reich. The techniques were morally neutral instruments. (…) the techniques (…) are methods. They have no moral content. The moral content is in the hand that uses them.
Ronn Torossian in Israel National News, 16. Juni 2026
Tatsächlich war die NSDAP bereits im Jahr der Machtergreifung, 1933, in den USA aktiv. Sie beauftragte PR-Agenturen, um Einfluss auf die Meinungsbildung auszuüben. Vordergründig ging es um Tourismus-Werbung. Tatsächlich ging es darum, das Nazi-Regime als positiv darzustellen.
Auch Bernays sei angesprochen worden, hatte aber abgelehnt. Anders Carl Byoir, Sohn jüdisch-russischer Einwanderer, der den Auftrag annahm.
Torossian schreibt: Teuflische Ereignisse geschehen nicht plötzlich, sie haben einen langen Vorlauf, an dem viele Einzelpersonen beteiligt sind. Und es mag sein, dass es diesen Einzelpersonen gar nicht klar ist, an welchem teuflischen Plan sie mitarbeiten. Das Regime selbst dagegen ging hochgradig strategisch vor und arbeitete an seinem Image, wohlwissend, dass seine Pläne für Widerspruch sorgen würden.
Evil at industrial scale is not, in the modern period, an event of sudden barbarism. It is a long bureaucratic operation. It requires lawyers, accountants, engineers, manufacturers, transportation officials, and – yes – publicists. The Holocaust was carried out by a regime that, at the moment of its founding, was already commissioning American public relations work to soften its image in the country it knew would eventually oppose it. The publicity contract preceded the Final Solution by eight years. It was a precondition for the regime’s freedom of action in those eight years.
Ronn Torossian in Israel National News, 16. Juni 2026
Das Nazi-Regime machte PR-Verträge viele Jahre bevor es Mordfabriken baute und die Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden industriell organisierte.
Denken in langfristigen Entwicklungen versus Denken in kurzen Zyklen
Wir sind es gewohnt, in kurzfristigen Projekten zu denken. CEOs denken häufig in Amtszeiten, Politiker*innen bis zur nächsten Wahl. Dieses Denken ist strategisch unterlegen, wenn das Gegenüber in langfristigeren Zusammenhängen denkt, plant und handelt.
Vor einiger Zeit hörte ich den Podcast von Menawatch „Die Gesellschaft an den Islam gewöhnen – Die Muslim Bruderschaft“ mit dem Historiker Heiko Heinisch. Heinisch legt dar, wie sich der politische Islam in Europa breitmacht und mehr und mehr Einfluss gewinnt. Der Historiker geht dabei auch darauf ein, dass die Strategien der Muslimbrüder in Generationen denken, europäische Politik meist nur bis zur nächsten Wahl.
Ebenfalls sehenswert ist die dreiteilige ZDF-Doku „Mullahs, Macht, Milizen“ von Golineh Atay. Sie reist durch den Irak, Syrien, Libanon und den Jemen und zeigt den Einfluss des iranischen Mullah-Regimes auf die gesamte Region – religiös, militärisch und wirtschaftlich.
Im Podcast mit based spricht Murat Kayman über den Einfluss der Türkei auf deutsche Islamverbände. Und die Regierung in NRW lässt es zu, dass ein Verbandsfunktionär, der Homosexualität als abnormal bezeichnet und dies mit islamischer Theologie begründet, den Studiengang für islamische Theologie an der Uni Münster mit beaufsichtigt.
Gutgläubigkeit macht anfällig, für andere Zwecke missbraucht zu werden
In einer Untersuchung 1934 gegen Nazi-Propaganda in den USA rechtfertigte sich Byoir damit, dass Tourismusförderung eine legitime wirtschaftliche Tätigkeit sei, dass er als Jude selbst keine antisemitischen Ziele verfolgt habe und dass seine Firma zwischen der Werbung für Deutschland als Reiseziel und der Werbung für die deutsche Regierung als politisches Programm unterschieden habe.
Mich erinnert das an Rechtfertigungen 2026 im Kontext der Pro-Palestine- beziehungsweise Anti-Israel-Demos, bei denen die Massaker, Ziele und die Verantwortung der Hamas konsequent beiseite geschoben und relativiert werden. Und so, wie sich Byoir seiner Rolle als Rädchen im Getriebe vermutlich nicht bewusst war, sind es auch heute viele gutmeinende Menschen nicht.
Ich mache mich selbst nicht frei davon, dass ich in der Vergangenheit Positionen oder Gruppen unterstützt habe, deren langfristige Ziele ich schlicht nicht gesehen habe. Vor allem ging es mir bei der identitätspolitischen Bewegung so, insbesondere in ihrer queeren Ausprägung. Natürlich bin ich für Vielfalt und dafür, dass LGBTI-Personen frei und ohne Angst leben können. Das bin ich auch heute noch.
Was ich heute aber kritisch sehe, ist der identitätspolitische Impetus, der eine selbstbezeichnete Genderidentität über die materielle Realität eines biologischen Körpers stellt, der von Frauen fordert, biologisch männliche Personen ohne Wenn und Aber in ihre intimen Räume zu lassen, der von weiblichen Penissen spricht und Personen mit Penis lesbisch und einen Vergewaltiger Frau nennt. Eine solche Rücksichtslosigkeit, Übergriffigkeit und einen derart totalitären Herrschaftsanspruch über Frauen im Namen von Vielfalt und Toleranz konnte ich mir schlicht nicht vorstellen. Deshalb habe ich diese Auswüchse erst verspätet wahrgenommen.
In dem Moment aber, in dem ich sie wahrnahm, habe ich gehandelt und meine rote Linie markiert. Eine Linie, die ich seither gegen Radikalinskis aus dem links-identitätspolitischen und dem rechts-identitären Spektrum verteidige. Für Vielfalt und Menschenrechte in einem demokratischen Miteinander. Das gelingt aber nur, wenn wir Interessenskonflikte benennen und darüber diskutieren können.
In meinem Blog findest du mehrere Artikel zum Thema: Dieser setzt sich damit auseinander, wie Studierende in Düsseldorf im Juli 2026 eine Vorlesung verhindern wollten und die Entlassung der Professorin forderten.
Verantwortung. Wir wissen es. Aber handeln wir auch?
Zurück in die USA und die 1930er Jahre. Die PR-Aktivitäten für Deutschland in den USA führten zu einer Untersuchung von Nazi-Propaganda und Einflussnahme ausländischer Regierungen in den USA. Konsequenzen hatte diese Untersuchung für Byoir keine, der Vertrag mit dem Nazi-Regime lief weiter.
Konsequenzen vermisse ich auch heute, etwa wenn Finanzströme und Einflussnahmen von Muslimbrüdern oder dem iranischen Mullah-Regime aufgedeckt werden. Ebenso bleibt die Einflussnahme aus der Türkei auf innerdeutsche Meinungsbildung quasi folgenlos. Und natürlich haben auch Russland, China oder Rechtsextreme verstanden, wie Manipulation funktioniert.
Am 8. Oktober 2026 nahm das Europäische Parlament gegen die Stimmen von SPD und Grünen einen Entschließungsantrag an mit dem Titel „Notwendigkeit einer EU-Strategie zur Bekämpfung islamistischer Unterwanderung und zur Eindämmung des Einflusses des Netzwerks der Muslimbruderschaft“.
Ägypten, wo die Muslimbruderschaft schon lange als Terrororganisation eingestuft wird und wie in vielen arabischen Ländern verboten ist, hat die EU dafür gelobt. Diese Entschließung ist allerdings noch keine Strategie und ohne Rechtsverbindlichkeit. Sie fordert Kommission, Rat und Mitgliedstaaten lediglich zum Handeln auf.
Wir haben in Deutschland zahlreiche Stimmen, die sich sehr gut in den Communities auskennen, die klar und differenziert Islam als säkulare Religionspraxis respektieren und verteidigen, schon weil sie oft selbst Muslime sind, die aber ebenso klar und deutlich den politischen Islam und seinen Einfluss kritisieren. Ihnen sollten wir zuhören und sie dabei unterstützen, die radikalisierenden Manipulationen ob aus dem Iran, von den Muslimbrüdern oder aus der Türkei zurückzudrängen.
Ebenso gibt es Frauenrechts-, Lesben- und Schwulenorganisationen und mit ihnen einige mutige Transpersonen, die sich gegen die übertriebenen Auswüchse des Transaktivismus stellen, schon weil er ihnen selbst schadet. Aber statt ihre Stimmen zu hören und zu verstärken, werden sie bestenfalls überhört oder auch beschimpft und gecancelt.
Clickbaiting und emotionalisierte Aufmerksamkeitsökonomie
Gleichzeitig erleben besonders emotionalisierte Storys viel Aufmerksamkeit, Opfergeschichten und Bedrohungsszenarien docken an die Mechanismen der menschlichen Psyche an, also ganz so, wie es Edward Bernays in seinen Werken beschrieb.
Neben manipulativen Strategen spielen sogenannte Crybullys und der Schrei nach Aufmerksamkeit, koste es was es wolle, eine wichtige Rolle in der öffentlichen Eskalation von Themen. Crybullys sind Personen, häufig mit narzisstischen, machiavellistischen und/oder psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen, die andere mobben und ihnen schaden, indem sie sich selbst fälschlicherweise als Opfer inszenieren.
Desinteresse und Uninformiertheit erleichtern die Manipulation
Die Themen Islam und LGBTI haben etwas gemeinsam: Die Mehrheitsgesellschaft fühlt sich nicht betroffen, hat wenig Tiefenwissen und interessiert sich auch nur mäßig. In beiden Fällen wollen viele Menschen einer diskriminierten Minderheit zur Seite stehen und übersehen, wo diese Minderheit aus den eigenen Reihen von radikalen Kräften unterwandert und bedroht wird.
Die einzelne Person ist konfrontiert mit einem Overload an echten und falschen Nachrichten, an Übertreibungen und Weglassungen, Emotionalisierung und Täter-Opfer-Umkehr und viel Geschrei, was denn nun Propaganda oder Kampagne sei und was nicht. Wer soll da noch durchblicken?
Umso wichtiger wäre die Rolle und die Verantwortlichkeit von seriöser Wissenschaft und seriösem Qualitätsjournalismus. Denn niemand kann zu allen Themen so informiert sein, dass ihm oder ihr Fakenews und Manipulation sofort auffallen. Schon gar nicht, wenn Fakenews dadurch entstehen, dass etwas nicht berichtet wird.
Torossian kritisiert in seinem Artikel, dass die Zusammenhänge von Public Relations und politisch-manipulativer Propaganda nur selten an Journalismusschulen oder PR-Akademien gelehrt werden. Das heißt: Die daraus hervorgegangene Disziplin nimmt diese Geschichte nicht als Teil ihrer Gründungsgeschichte wahr. Das wiederum ermöglicht, dass Personen heute in der gleichen Aufrichtigkeit die gleiche Verteidigung hervorbringen wie Byoir 1934.
Die eigenen Ideen, Denkweisen und Interpretationen von Welt unter die Leute zu bringen und überzeugen zu wollen, ist gesellschaftlich völlig normal und zwingend nötig für demokratische Aushandlungsprozesse. Gefährlich wird es, wenn Linien überschritten werden, die dazu geeignet sind, anderen Menschen explizit zu schaden.
Quellen und Links
AK Polis: Notwendigkeit einer EU-Strategie zur Bekämpfung islamistischer Unterwanderung und zur Eindämmung des Einflusses des Netzwerks der Muslimbruderschaft« (2026/2868(RSP)), Arbeitskreis politischer Islam, 12. Oktober 2026, https://www.ak-polis.de/eu-parlament-entschliessung-islamistische-unterwanderung-muslimbruderschaft/
AK Polis: Fehlstart der Islamfakultät Münster: »Abnormalitäten-Theologie« über Homosexualität aus dem Beirat, Arbeitskreis politischer Islam, 24. September 2026, https://www.ak-polis.de/fehlstart-islamfakultaet-muenster/
Based-Podcast: So denkt man in Islamverbänden – Insider Murat Kayman, 24. September 2026, https://www.youtube.com/watch?v=-Y_7I0uYU0I
Edward L. Bernays: Propaganda, 1928, FRAME, https://propagandaarchive.org/library/bernays-propaganda/02-the-new-propaganda/
Etymonline: Origin and History of Propaganda, https://www.etymonline.com/word/propaganda
Golineh Atay: Mullahs, Macht, Milizen, ZDF-auslandsjournal, die doku, 23. Juli 2026, https://www.zdf.de/video/dokus/auslandsjournal-die-doku-130/auslandsjournal—die-doku-mullahs-macht-milizen-vom-23-juli-2026-100?utm_source=chatgpt.com
Ian Cooke: 360° Analysis – Propaganda in World War I: Means, Impacts and Legacies, Fair Observer, 8. Oktober 2024, https://www.fairobserver.com/region/north_america/propaganda-in-world-war-one-means-impacts-and-legacies-73296/
Jürgen Wilke: Propaganda, Wiley Online Library, 5. Juni 2008, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/9781405186407.wbiecp109
Menawatch: Die Gesellschaft an den Islam gewöhnen – Die Muslim Bruderschaft, Podcast mit Heiko Heinisch, 8. Mai 2026, https://www.youtube.com/watch?v=G_KNGUpdzgE&t=30s
New World Encyclopedia: Edward L. Bernays. https://www.newworldencyclopedia.org/entry/Edward_L._Bernays
Robert McNamara: Edward Bernays, Father of Public Relations and Propaganda – Nephew of Freud Made a Profession Out of Shaping Public Opinion, ThoughtCo., 30. April 2019, https://www.thoughtco.com/edward-bernays-4685459
Ronn Torossian: The book in Goebbels’s library, Israel National News, 16. Juni 2026, https://www.israelnationalnews.com/news/428738
Thymian Bussemer: Propaganda. Theoretisches Konzept und geschichtliche Bedeutung, Docupedia-Zeitgeschichte, https://docupedia.de/zg/bussemer_propaganda_v1_de_2013?oldid=106467
Wikipedia: Edward L. Bernays, https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays
