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Sehen oder nicht sehen – Tipps für mehr Barrierefreiheit

Nicht barrierefrei: überschwemmter Wanderweg im Wald

Ich habe das große Glück, zu meiner Kundschaft und meinem Netzwerk eine blinde Frau zu zählen. Sie ist Geschäftsführerin einer lokalen NGO, freiberufliche Texterin und meine Lehrmeisterin, wenn es um Barrierefreiheit für blinde Menschen geht. Sie hilft mir, mich darauf einzulassen, Information ohne Sehsinn aufzunehmen und zu verarbeiten. Und wenn man einmal seinen Blick darauf lenkt: Es ist wirklich Wahnsinn, wieviel wir visuell verarbeiten und wieviel davon uns überhaupt nicht bewusst ist.

Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren eine Menge gelernt, habe Offline- und Online-Seminare angepasst und auch sonst meine Sensibilität geschärft. Dabei lerne ich stets weiter. Meine bisherigen Erkenntnisse möchte ich hier mit euch teilen.

Barrierefrei barrierearm | barrierefrei | Blindenreader Diversity und Kommunikation

Was heißt barrierefrei? Barrierearm wäre das treffendere Wort

Was des einen Hilfe ist des anderen Hürde. Eine absolute Barrierefreiheit für alle gibt es nicht. Dafür sind die individuellen Bedürfnisse zu unterschiedlich und zum Teil schlicht widersprüchlich. Beispiel Bordstein. Für Menschen mit Gehhilfen sollten sie möglichst flach sein, damit sie kein Hindernis darstellen. Für Blinde bieten Bordsteine mit ihrem Höhenunterschied eine Sicherheit, weil sie so die Grenze zwischen Gehweg und Fahrbahn ertasten.

Die Ja-nein-Denke ist im Kontext von Inklusion und Barrierefreiheit also kontraproduktiv. Sinnvoller ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse in einer diversen Welt mitzudenken. Am besten gelingt das in diversen Teams, denn dann habe ich unterschiedliche Perspektiven versammelt.

Wir leben in einer Welt, in der viele Dinge genormt sind auf Menschen mit bestimmten Eigenschaften. Das kann die Körpergröße sein, die Hautfarbe, das Geschlecht oder eben die Fähigkeit zu gehen, zu sehen und zu hören. Und allen, die der Norm entsprechen, also jeweils die meisten im spezifischen Kontext oder Raum, denen fällt nicht auf, wem sie Schwierigkeiten bereiten oder wen sie ganz ausschließen.

Mein Sohn zum Beispiel klagt mit seinen sehr langen Beinen und einer Körpergröße von knapp 1,90 oft über falsche Stühle und Tische oder mangelnde Beinfreiheit. Umgekehrt müssen kleinwüchsige Menschen in ihrem Alltag oft klettern oder Hilfsmittel verwenden. Ich erinnere mich an einen BWL-Professor, den ich hatte, der höchstens 1,30 m groß war, geniales Hirn in kleinem Körper. Welche Hürden wohl sein Alltag bereithält?

Hier soll es heute aber vor allem um den Sehsinn gehen bzw. um seine Abwesenheit. Und als erstes möchte ich mit einem beliebten Narrativ aufräumen, das derzeit zwar häufig mit besten Absichten in Bezug auf Barrierefreiheit erzählt wird, aber nicht stimmig ist und viele Probleme mitbringt.

Warum der Genderstern in Sachen Barrierefreiheit besser ist als der Gender-Doppelpunkt

Viele verwenden den Genderdoppelpunkt mit der Begründung, er sei barrierefreier als der Genderstern. Aber stimmt das? – Eine ausführliche Analyse zeigt: Nein. In der Summe baut er mehr Barrieren auf als er einreißt.

Welche Barrieren baut der Genderdoppelpunkt auf?

  1. Der Doppelpunkt ist als Satzzeichen bereits vergeben. Wenn er zusätzlich als Genderzeichen verwendet wird, wird er im Satzgefüge mehrdeutig und zur Stolperfalle. Das gilt sowohl für Texte für Sehende als auch für Texte in der Brailleschrift für Blinde. Ist mir auch schon passiert. In einem Text blieb ich plötzlich hängen und wunderte mich: Wieso ist hier ein Gender-Doppelpunkt? Um dann festzustellen: Ach so, das ist ja ein Satzzeichen-Doppelpunkt. Das Stolpern geht natürlich genauso in die andere Richtung. So wird die Lesbarkeit erschwert.
  2. Der Doppelpunkt wird leichter überlesen als der Stern. Dann liest die Person ein generisches Femininum. Das ist zwar genauso erlaubt wie das generische Maskulinum, aber auch ebenso missverständlich, weil doppeldeutig. Sind nur Frauen gemeint oder alle Geschlechter?
  3. Der Doppelpunkt verschärft die Frauenfeindlichkeit von KI. Welches Algorithmenystem genau was tut, ist ein Geheimnis, aber aus der Zeichenlogik heraus, kannst du mit dieser Faustregel arbeiten. Der Doppelpunkt steht als Satzzeichen am Ende eines Wortes. Das hat die KI gelernt und handelt danach. Sie teilt Manager:in in zwei Worte: Manger und die Präposition in. Auf diese Weise liest sie also nur das Maskulinum und wird noch frauenfeindlicher als sie eh oft schon ist. Der Stern dagegen ist in der Software als Platzhalter für beliebige Ergänzungen Standard, so weiß die Software, dass sie Manager und Ergänzungen suchen soll, zum Beispiel Manager*in oder Managerin oder Manager_in.

Wieso sagen so viele, der Doppelpunkt sei barrierefrei?

Das liegt daran, dass Screenreader standardmäßig beim Doppelpunkt eine Pause lesen. Laut Aussagen meiner blinden Kollegin allerdings eine unangenehm lange Pause. Und das ist im Grunde logisch. Denn der Screenreader liest das Satzzeichen Doppelpunkt. Und die Pause nach einem Satzzeichen ist länger als der Glottislaut bzw. die Gendergap.

Nun dachte ich bisher: Damit Screenreader den Stern vernünftig vorlesen können, brauchen sie ein Update. Denn Screenreader sind ja Software. Und der können Programmierer*innen beibringen, dass ein Stern zwischen zwei Buchstaben als kurze Pause gelesen wird.

Das stimmt auch und ist nötig. Aber auch jetzt gibt es schon Möglichkeiten, den Screenreader so einzustellen, dass er den Genderstern als Pause liest.

So konfigurierst du Screenreader, dass sie den Genderstern als Pause lesen

Weil die Screenreader schon einen Befehl kennen, was sie bei einem Doppelpunkt tun sollen, nämlich eine Satzzeichenpause lesen, tun sie genau das. Sie lesen die Satzzeichenpause. Beim Stern lesen sie in der Standardeinstellung „Stern“, weil sie es nicht besser wissen, Und genau das lässt sich ändern. Meine blinde Kollegin erklärt, wie sie ihren Screenreader konfigurieren kann. Sie schreibt:

Ich nutze den Screenreader NVDA. Dieser ist eine quelloffene Software und unter https://www.nvaccess.org/ zu finden. Darin gibt es ein Menü, über das eigentlich alles konfiguriert wird. Unter Optionen -> Aussprachewörterbücher -> Standardwörterbuch kann mensch beliebigen Wörtern oder Buchstabenfolgen jeweils die gewünschte Aussprachevariante zuweisen. (…) Bei der Sternchenproblematik wähle ich also (*in) aus. Als Vorgabe trage ich im Feld „ersetzen durch“ ein Leerzeichen vor in ein ( in). Und schon wird statt „Stern“ eine kurze Pause vorgelesen. (Lea Heuser, freiberufliche Texterin, Aachen).

Natürlich ist das bei jeder Software anders, wie man das einstellen kann. Ich gehe aber davon aus: Wenn das eine quelloffene kostenlose Software kann, dann sollte das teure Bezahlsoftware erst recht können.

Und ja, die Lösung ist noch nicht perfekt. Denn nicht allen mit Stern gegenderten Wörter folgt -in nach dem Stern, aber sehr vielen. Der wie oben beschrieben eingestellte Screenreader würde zum Beispiel der*die der-stern-die lesen, aber Manager*in mit dem Glottisschlag. Wenn man (*) ersetzen durch ( ) einstellt, wird statt des Sterns immer eine kurze Pause (Leerzeichen) gesprochen, dann allerdings auch, wenn der Stern zum Beispiel am Ende eines Absatzes als Ersatz für eine Fußnote steht, was aber zum Glück selten vorkommt.

Es ist also zu prüfen, welche anderen Anwendungen der Stern außerhalb des Genderbereichs hat und diese Sonderfälle nach Möglichkeit zu ersetzen.

Die Kollegin lässt sich das Sternchen übrigens vorlesen, weil sie es mag und ihr dieser Denkanstoß gefällt. Die Satzzeichenpausse beim Genderdoppelpunkt empfindet sie als falsch und störend.

Natürlich gibt es auch in der Blinden-Community unterschiedliche Ansichten und das ist völlig in Ordnung. Es ist auch in Ordnung, den Doppelpunkt dem Stern vorzuziehen, wenn man das möchte. Nur die Behauptung, der Doppelpunkt sei barrierefreier als der Genderstern, ist nicht haltbar.

Was die Barrierefreiheit für Menschen mit kognitiven Einschränkungen angeht, sind weder Genderstern, noch Genderdoppelpunkt, noch generisches Maskulinum oder Femininum  barrierefrei. Allen gemein ist, dass sie eine Transferleistung erfordern, die für diese Menschen nicht ohne Weiteres zu leisten ist. Im Konzept Leichte Sprache sollten also nur Doppelnennungen und neutrale Begriffe verwendet werden.

Zurück zu Menschen mit Seh-Einschränkungen.

So werden deine Hashtags barrierefreier

#ichzeigedirwiebarrierefreiheitnichtgeht ist ein Hashtag, der auch für Sehende kaum noch zu lesen ist. Eine solche Wortschlange gehört eher als Übung in den Unterricht zum Spracherwerb. #IchZeigeDirWieBarrierefreiheitGeht ist für einen Hashtag immer noch ziemlich lang, aber ist ja nur ein Beispiel. Screenreader erkennen durch die Großbuchstaben, wo ein neues Wort anfängt und lesen die Hashtags so sinnverstehender, also besser vor. Auch das habe ich von meiner blinden Netzwerkkollegin testen lassen. Und ja, ist besser.

Ich finde, das ist eine sehr einfache Methode mit großer Wirkung, übrigens nicht nur für Blinde. Auch Sehende können mehrteilige Hashtags, deren Wortanfänge mit Großbuchstaben gekennzeichnet sind, schneller und leichter erfassen.

Ist dir der Text-Unterschied zwischen den beiden Hashtags oben aufgefallen?

Tabellen sind in der Regel nicht barrierefrei

Tabellen sind eine wunderbare Methode, Inhalte für Sehende zu ordnen und schneller erfassbar zu machen. Sie senken also die Barriere für Sehende. Für Blinde sind sie oft eine große oder gar unüberwindbare Hürde. Screenreader tun sich schwer, in Tabellen navigieren zu lassen. Entweder es ruckelt, ist nur teilweise oder gar nicht vorlesbar.

Für eine Übung im Rahmen eines Online-live-Seminars habe ich das mit meiner Kundin und Kollegin getestet. Für das Seminar selbst hatte ich eine Aufgabe in Tabellenform in Text umgewandelt und versucht, die Struktur durch Formatierung als H1, H2, H3, H4 und Standard abzubilden – so habe ich das auf einer Website zu Barrierefreiheit im Internet gelesen.

Das Ergebnis war für mich als Sehende absolut unübersichtlich, ein Rattenschwanz untereinander aufgereihter Überschriften, die Spalten als Dauerwiederholungstext im Standardformat unter jeder Überschrift.

Während des Trainings kam die blinde Teilnehmerin mit dem Dokument zurecht. Das war gut. Weil sie mir erzählte, dass einfache Tabellen auch zu navigieren wären, wollten wir das im Nachgang testen. Ich schickte ihr also das Dokument, wie ich es für Sehende verwende, ein Word-Dokument mit einer in Excel gebauten Tabelle. Aber: Zumindest mit der Software und dem Reader, den sie verwendet, gelang es nicht, die Tabelle zu lesen.

Hier wäre schön, wenn die Hersteller von Software für Bürokommunikation und Software für Screenreader besser aufeinander abgestimmt wären und es außerdem Informationen gibt, was Anwender*innen beachten sollten, um barrierearmen Content zu erstellen.

Bildbeschreibungen sollten knapp und konkret beschreiben, was zu sehen ist

Ein zweiter Punkt waren die Bilder und Grafiken in meiner Seminarpräsentation. Hier entschied ich mich für möglichst kurze, präzise und sachliche Beschreibungen des Bildes, die ich ebenfalls ins Begleitdokument schrieb.

Symbolbild Ruhepol: Bach im Wald glitztert im Sonnenlicht

Beispiel für Bildbeschreibung: Zu sehen ist ein Bachlauf im Wald. Der Bach fließt vom Bildvordergrund nach schräg links in den Bildhintergrund. Das Wasser glitzert im Sonnenlicht. An beiden Seiten des Ufers befinden sich Gras, Buschwerk und Bäume.

Wenn Bilder und Grafiken während des Seminars auf der Präsentation zu sehen sind, achte ich darauf, beim Sprechen jeweils kurz und knapp das Bild oder die Grafik zu beschreiben. Denn niemand kann gleichzeitig zwei Stimmen zuhören, in dem Fall dem Screenreader und der Referentin.

Wichtig bei den Beschreibungen ist:

  • Verzichte auf jede Form von Bewertung.
  • Bleib kurz, denn Zuhören dauert länger als Ansehen.
  • Fülle die Alttexte bei deinen Online- und Socialmedia-Aktivitäten gewissenhaft aus.

All das trägt dazu bei, dass blinde Menschen an der Online-Kommunikation teilnehmen können.

Und hier noch ein Schwenk in die Offline-Welt, dafür eine umso höhere Alltagsrelevanz:

Etiketten mit Braille-Schrift bedrucken

Weinetiketten mir Aufdruck in Brailleschrift

Die Weinflaschen auf dem Foto haben nicht nur ein hübsches Etikett. Das Etikett ist für Blinde lesbar, weil die Information in Brailleschrift eingedruckt sind. Der Winzer dieses französischen Landweins hat das gemacht, weil sich sein blinder Freund beschwerte, dass er beim Einkaufen immer Hilfe braucht, weil er die Etiketten nicht lesen kann.

Da frage ich mich: Warum ist das nicht Standard für Produktverpackungen?! Eine so einfache Möglichkeit, blinden Menschen den Alltag zu erleichtern. Simpel, schön und sehr nützlich.

Bei lebenswichtigen Dingen, wie Medikamenten gibt es das auch auf anderen Verpackungen, so meine blinde Netzwerkkollegin. Aber beim Einkaufen ist das ein großes Problem.

Wie es wäre, wenn Brailleschrift Standard wäre auf Etiketten?, fragte ich sie. Das wäre fantastisch, so die Antwort.

Liebe Herstellerfirmen, Druckereien und Verpackungsdesigner*innen: Bitte sorgt hier für dieses kleine Engagement mit großer Wirkung!

Gut gemeint ist nicht gleich gut

Und manchmal ist die gute Absicht leider für die Katz, also umsonst oder sogar kontraproduktiv. Seit Kurzem  bin ich ab und zu auf Twitter aktiv, aber noch nicht so fit in diesem Socialmedia-Kanal.

Das Bild von den Weinetiketten mit Brailleschrift habe ich dort gepostet und gefragt, wieso nicht auf mehr Etiketten Brailleschrift gedruckt wird. Leider hatte ich verpasst, dem Bild einen Alt-Text zu verpassen. Inzwischen weiß ich, warum, weil man bei Twitter die Alt-Ergänzung nicht automatisch vorgeschlagen bekommt, sondern extra suchen und klicken muss.

Jedenfalls hatte das Bild keinen Alt-Text und sofort ging die Empörungsmaschine los und eine Twitter-Userin machte sich über mich lustig, dass ich über Barrierefreiheit schreibe, aber keinen Alt-Text nutze. Ich entschuldigte mich, weil ich das mit dem Alt-Tag wirklich einfach nicht gesehen hatte und fragte, ob ich das nachträglich machen kann. – Sie verneinte und schlug mir #bibesch vor. – Ich musste fragen, wofür das Hashtag steht. Es steht für Bildbeschreibung, was ich wenig intuitiv finde. Ich kam auch zu dem Schluss, dass ich im Tweet im Grunde schreibe, was im Bild zu sehen ist, der Informationsverlust durch den fehlenden Alt-Text also gering ist.

Daraufhin unterstellte mir die Userin, dass mir Barrierefreiheit ja ganz offensichtlich nicht wichtig sei.

Auch hier habe ich die Chance genutzt und meine blinde Kundin gefragt. Mit #bibesch konnte sie nichts anfangen. Zudem es in Kleinbuchstaben wie ein Wort vorgelesen wird. Wenn schon, müsste  das Hashtag #BiBesch geschrieben werden. Letztlich wäre aber wohl nur #Bildbeschreibung wirklich verständlich. Wobei mir schon als Sehende nicht klar ist, wie ich einen Tweet mit einer Bildbeschreibung einem anderen Tweet, in dem das Bild dazu ist, zuordnen können soll. Ich finde Twitter auch als Sehende ziemlich unübersichtlich. Meine blinde Kollegin sagt, sie kommt mit Twitter überhaupt nicht zurecht, weil sie dort nicht vernünftig navigieren kann.

Gut gemeint ist also nicht gleich gut. Wir müssen tiefer und genauer nachdenken, was wem wirklich hilft. Wir müssen aus der eigenen Wahrnehmung und Blase heraustreten und uns in andere Perspektiven bringen. Ja, ich mache Fehler und jeder andere Mensch auch. Und ich kann es auch nicht allen gleichzeitig recht machen. Was ich aber kann: Ich kann eine interessierte und neugierige Grundhaltung einnehmen und mit den Menschen sprechen, nachfragen, lernen.

Unübersichtliche Social-Media-Kanäle

Die Unübersichtlichkeit kritisierte meine Netzwerkkollegin nicht nur bei Twitter, auch auf Linkedin und anderen Social-Media-Kanälen sei es schwierig, sich zu orientieren. Das nervt sie und deswegen ist sie nur selten auf Social-Media-Kanälen unterwegs. – Auch hier wünsche ich mir, dass die Socialmedia-Konzerne ihr Diversity-Bekenntnis ernst nehmen und Lösungen entwickeln, wie Screenreader und die Plattform besser zusammenkommen.

Es gibt noch viel zu tun, um inklusiver und barriereärmer zu werden. Und wie wir in diesem Beitrag gesehen haben, sind oft viele sehr unterschiedliche, teils widersprüchliche Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Aber wenn wir uns ehrlich machen, unsere Fehlbarkeit eingestehen und ein offenes, lernwilliges Mindset an den Tag legen, finden wir auch gute Lösungen und Kompromisse. Da bin ich sehr zuversichtlich. Diverse Teams, Offenheit und die Bereitschaft, über den Tellerrand zu blicken, Lösungsorientierung und Kompromissbereitschaft auf allen Seiten sind sehr gute Skills auf dem Weg.

Welche weiteren Insights oder Tipps hast du für mehr Inklusion und Barrierefreiheit?

Bildnachweis: Sigi Lieb

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Taner Aydin hat sich mit den gängigen Screenreadern und Sprachausgaben beschäftigt und getestet, wie sie mit unterschiedlichen Genderzeichen umgehen (Stern, Doppelpunkt, Unterstrich, Mediopunkt sowie Binnen-I und Slash). Spoiler: Außer beim Doppelpunkt gibt es für jedes der getesteten Zeichen mindestens einen Screenredaer, der es richtig vorliest. Will heißen: Es ist technisch möglich, der Software den Glottisschlag beizubringen.
    https://taner-aydin.dev/a11y-up/genderinklusive-sprache-und-barrierefreiheit/?mc_cid=d5f3bdf325&mc_eid=7dae2340dd

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  2. […] Dieses Argument ist oft zu hören. Es hat eine ehrenwerte Absicht, aber es ist nicht ganz stimmig. Richtig ist, dass Screenreader beim Doppelpunkt eine Pause lesen und beim Stern lesen sie in der Standardeinstellung Stern. Richtig ist aber auch, dass sich Screenreader konfigurieren lassen, damit sie den Stern ebenfalls als Pause lesen. In diesem Beitrag erklärt eine blinde Netzwerkkollegin, wie das geht. […]

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