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Richtig gendern: Wie geht das?

Richtig gendern ist einfacher als Sie denken!

Das Thema gendergerechte Sprache ist inzwischen in der breiten Masse der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Personen, Medien und Unternehmen bemühen sich um mehr gendergerechte Sprache, mit und ohne Genderstern oder Genderdoppelpunkt.

Zum Glück hat sich die Aufregung etwas gelegt und Debatten im Netz werden heute meist sachlicher geführt, als dies noch 2018 der Fall war. Immer mehr Menschen und Unternehmen sind der Auffassung: Gendergerechte Sprache ist wichtig. Aber viele wissen nicht, wie sie richtig gendern sollen oder wie sie gleichzeitig gendergerecht und schön schreiben können.

Richtig gendern ist zuerst eine Frage des Mindsets

Richtig gendern ist nicht schwer, wenn der erste Schritt getan ist:

  • 50 Prozent ist Mindset – Wer verstanden hat, was das Ganze soll und warum es bedeutsam ist, dem fällt die zweite Hälfte relativ leicht.
  • 20 Prozent sind Techniken – Die deutsche Sprache bietet vielfältige Techniken, wie Sie gendersensibel formulieren können. Wenn Sie sich für den Einsatz des Gendersterns entscheiden, ist es etwas einfacher, aber auch ohne ist gendersensible Sprache machbar.
  • 30 Prozent sind Übung – Viel ist reine Gewohnheit. Deswegen müssen wir üben, um neue Gewohnheiten zu trainieren und zu etablieren.
Bitte informieren Sie mich über Ihr Angebot zu gendergerechter Sprache

Sprachwandel ist ein Changethema und gendern ist ein Teil davon

Lassen Sie sich nichts einreden. Sprache wandelt sich schon immer. Sie ist Ausdruck unseres Erlebens von Wirklichkeit und verändert sich entsprechend mit der Gesellschaft. Deswegen werden Wörterbücher laufend angepasst, weil neue Wörter dazukommen und alte aus dem Sprachgebrauch verschwinden.

1980 gab es weder Smartphones noch Video-Konferenzen. Dafür war der Walkman gerade erfunden, ein Gerät, mit dem man Tonbandkassetten unterwegs abspielen konnte. Das war der Hit und wurde in den 80er Jahren der stete Begleiter vor allem junger Menschen.

Auch das Sprachgefühl dessen, was wir für anständig oder angemessen halten, ändert sich. Formulierungen, die vor 40 Jahren noch komisch klangen, klingen heute normal und umgekehrt: Was vor 40 Jahren normal klang, klingt heute seltsam.

Zum Beispiel sind Fräulein im Deutschen ebenso wie Misses im Englischen fast aus der Sprache verschwunden. Männer nennen wir schließlich auch nicht Männlein, wenn sie unverheiratet sind. Außerdem ist heiraten längst kein Standard mehr für viele Männer und Frauen und eine private Entscheidung.

Oder stellen Sie sich vor: 1980 hätte eine Firma ihre Kund*innen einfach geduzt. Das war undenkbar.

Emojis wandeln sich ebenfalls: Seit Anfang 2020 gibt es eine ganze Reihe gendersensibler Emojis, etwa Männer mit Baby auf dem Arm oder im Brautkleid. Außerdem gibt es viele Pärchen unterschiedlicher Hautfarbenkombinationen. Diversity rocks. Im Text und im Bild.

Ich habe aus meinen Gender-Techniken ein lernbares Konzept entwickelt, das ich Ihnen gerne vermittle.

Richtig gendern als Online-Videokurs

Auf Linkedin Learning finden Sie meinen Videokurs zum Thema „Gendern in der Unternehmenspraxis“. In etwas mehr als einer Stunde zeige ich Ihnen in 19 Lektionen, wie Sie pragmatisch und schön alle Gender ansprechen können, ohne sich zu verbiegen: modern, wertschätzend und sprachlich schön.

Techniken für das Gendern aus dem Kurs „Einfach gendern: gendersensible Sprache in der Unternehmenspraxis“ von Sigi Lieb

Richtig gendern als Online-live-Training

Wenn Sie gerne selbst üben und Ihre Fragen loswerden wollen, sind Sie in meinem Online-live-Training zum Thema gendergerechte Sprache richtig. In zwei Modulen zu jeweils drei Stunden vermittle ich Ihnen in Kleingruppen (maximal 8 Personen) die Grundlagen für gendergerechte Sprache.

Anschließend wissen Sie nicht nur, wie richtig gendern geht, sondern Sie kennen zahlreiche Methoden, wie sie in schöner Sprache, gendersensibel und mit Blick auf SEO und Barrierefreiheit gendersensibel formulieren können.

Die Module können einzeln gebucht werden. Jedoch bauen Sie aufeinander auf, so dass die Inhalte aus dem Basiskurs in der Masterclass vorausgesetzt werden.

Basiskurs – Richtig gendern im Businessalltag

  • Genus und Sexus in der deutschen Grammatik
  • Gendertechniken ohne Genderstern
  • Genderstern und Genderdoppelpunkt richtig eingesetzt
  • Vor- und Nachteile von Genderstern und Genderdoppelpunkt
  • Barrierefreiheit und SEO

Nächste Termine

2. Februar 2021, 16-19 Uhr

3. Februar 2021, 9-12 Uhr

Anmeldung richtig gendern Basiskurs

 

Masterclass – Richtig gendern im Businessalltag

  • Gendern international – Welche Ansätze verfolgen andere Sprachen?
  • Vor- und Nachteile der deutschen Sprache beim Thema Gendern
  • Anrede und andere Lösungen für Mailings und Formulare
  • Ableitungen, Umformungen, Pronomen
  • Argumente im Kontext gendergerechte Sprache

Nächste Termine

9. Februar 2021, 16-19 Uhr

10. Februar 2021, 9-12 Uhr

Wenn Sie beide Module im Doppelpack buchen, sparen Sie Geld.

  • Live-Online-Training via Zoom zu 3 Stunden inkl. Pause
  • Kleingruppe (max. 8 Personen)
  • Pro Modul 160 Euro zzgl. MwSt., brutto 190,40 Euro oder im Doppelpack 294 Euro zzgl. MwSt., brutto 349,86 Euro

Sie können sich einfach per E-Mail anmelden. Bitte schreiben Sie in die E-Mail, für welchen Termin Sie sich anmelden und teilen Sie mir die rechnungsrelevanten Daten mit. Mit bezahlter Rechnung ist die Anmeldung fix. Alle Infos zur Anmeldung im Überblick.

Anmeldung richtig gendern – Masterclass

 

Special: Kreative Textgestaltung mit gendergerechter Sprache

  • Üben Sie an Ihren eigenen Texten im Gruppencoaching zu vier Personen
  • Egal ob Blogartikel, Websitetext, Fachartikel oder andere Textformen. Erarbeiten Sie Online-Live-Training gendersensible Lösungen für Ihre Texte.
  • Zum Beginn gibt es ein kurzes Update zu Gendertechniken und ihrer Textwirkung
  • Anschließend arbeiten Sie an Ihren Texten und ich stehe Ihnen für Fragen und Hilfestellung zur Seite
  • Außerdem tauschen Sie sich als Teilnehmende aus und lernen voneinander.

Dieses Seminar biete ich nur bei genügend Interessent*innen an. Bitte lassen Sie sich auf die Interessent*innenliste setzen.

Kreative Textgestaltung mit gendergerechter Sprache

 

Richtig gendern für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation – online und offline

Gerne erarbeite ich mit Ihrem Team gendersensible Lösungen für Ihr Unternehmen und Ihre Stakeholder. Idealerweise entwickle ich mit einem Team aus Ihrem Haus Strategien und Lösungen für Ihre individuellen Sprachanforderungen, führe sie in Guidelines zusammen und vermittle sie an Ihre Beschäftigten. Dazu gehören Sprachbausteine für die in Ihrer Branche typische Begriffswelt ebenso wie Empfehlungen zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten, je nach Textsorte und Abteilung in der internen und externen Unternehmenskommunikation. Wenn Sie mögen, geht das coronakonform zu 100 Prozent online.

Genderlösungen mit unserem Team erarbeiten

 

Richtig gendern als Impuls für Ihre Veranstaltungen – online und offline

Gerne setze ich Impulse als Rednerin oder Sessiongeberin auf Ihren Tagungen, Kongressen und Unternehmensveranstaltungen. Setzen Sie Ihre Zielgruppe in Bewegung. Ich liefere die Inputs und Gedankenanstöße – sowohl zum Thema gendergerechte Sprache als auch zum Thema Gender im Allgemeinen. Das geht coronakonform komplett online. Und ich freu mich, wenn ich wieder offline vor echten Menschen stehen darf.

Impuls für unsere Veranstaltung setzen

Gendern und die Algorithmen

Wir leben in einer digitalen Welt, in der wir viel an Maschinen abgegeben haben, die für uns arbeiten. Wir nennen das Künstliche Intelligenz oder KI bzw. AI. Wir nennen sie so, weil diese Maschinen nicht nur wahnsinnig schnell rechnen können, ohne zu ermüden, sondern weil sie aus den Daten, die wir ihnen geben, Rückschlüsse ziehen und „Entscheidungen“ treffen. Zum Beispiel, was sie uns bei Google anzeigen und was nicht.

Diese KI wird also von zwei Seiten beeinflusst:

  1. Von der Programmierung: Google, Microsoft und andere Firmen im Silicion Valley arbeiten daran, den Algorithmen die Diskriminierungstendenzen auszutreiben. Aber das ist nicht so einfach: Denn unbewusste Vorurteile der Programmierenden landen im Algorithmensystem. Das müssen nicht einmal Vorurteile sein, es genügen schon eine begrenzende Analyse und Weltsicht, die dann die Algorithmen begrenzt bzw. ausschließt, was nicht vorgedacht wurde. Das gilt natürlich genauso für Algorithmen, die in Europa programmiert werden.
  2. Von uns selbst und unserem Sprachgebrauch: Wir sind es, die die Daten liefern, aus denen Algorithmen Rückschlüsse ziehen. Wir schreiben das Internet voll mit Content und mit Suchanfragen und verändern damit die Datensätze, mit denen Algorithmen „lernen“ bzw. aus denen sie kategorisieren, verallgemeinern, schlussfolgern. Das heißt: Je diskriminierungsärmer unsere Sprache ist, umso besser „lernen“ die Algorithmen. Wir sollten also möglichst häufig weibliche Bezeichnungen verwenden oder genderneutrale Formulierungen. Denn so lernen die Algorithmen, alle Geschlechterbezeichnungen als bedeutsam zu beachten. Wir entscheiden mit, ob Algorithmen zu rassistischen Frauenfeinden mutieren oder ob wir ihnen Anstand und Wertschätzung aller Menschen beibringen.
Bitte informieren Sie mich über neue Seminare zu gendergerechter Sprache

Warum ich Kurse für gendergerechte Sprache anbiete

2018 diskutierte der Rat für deutsche Rechtschreibung das Thema gendergerechte Sprache. Der Duden fragte sich, ob er das Wort Genderstern in seine Wortliste aufnehmen soll. Beides sind normale Gepflogenheiten von Institutionen, die den Auftrag haben, den gesellschaftlichen Sprachwandel zu begleiten.

Was folgte, war ein Aufschrei: Was schlugen sich Autor*innen in den Feuilletons die Köpfe ein: Genderstern, Gendergap, Binnen-I, wahlweise dargestellt als „Muss“ oder „Geht gar nicht“. Poliert mit Professor*innentiteln und viel Rechthaberei. In den sozialen Medien passierte das gleiche, nur in einem deutlich niedrigeren Sprachniveau und häufig offen beleidigend.

Und ich schüttelte den Kopf und rieb mir die Augen. Wieso Grabenkämpfe? Wieso nicht Lösungen suchen? Ich mach das doch seit Jahren so. Wenn ich von Kund*innen keine Vorgaben bekomme, schreibe ich, wie ich es für richtig halte: gegendert und schön. Auch ohne Genderstern. Es gibt viele Möglichkeiten und Alternativen, wie ich einen Sachverhalt beschreiben kann.

Niemand möchte Texte lesen, die aussehen wie Sternenhimmel oder in denen alles doppelt steht. Ein Text im generischen Maskulinum klingt aber ebenfalls unpassend, altmodisch, verwirrend.

Als Texterin und Autorin liegt mir schöne Sprache am Herzen. Als Frau habe ich keine Lust, in der Sprache hinter Männern versteckt zu werden. Als überzeugte Demokratin möchte ich Diversity leben und Diskriminierung reduzieren. Und als Sozialwirtin weiß ich, dass gesellschaftlicher Wandel ein steter Prozess ist und sich Sprache mit Gesellschaft verändert. Sprachwandel ist also normal und schon immer dagewesen.

Also habe ich mich hingesetzt und aus dem, was ich praktiziere, eine lernbare Strategie gemacht. Diese entwickle ich mit der Dynamik des Themas immer weiter.

Blogartikel mit Gender-Fokus

Lesen Sie, was ich in meinem Blog über das Thema Gender und gendern geschrieben habe:

Gendern international

Einen aktuellen Überblick zum Stand des Genderns gebe ich hier: https://www.gespraechswert.de/gendergerechte-sprache-einfach-erklaert/

In diesem Artikel blicke ich über den deutschen Sprachrand: Gendern: Wie machen das andere Sprachen?

In diesem Artikel spüre ich der Frage nach, wie wir mit Begriffen umgehen, die eine Geschlechtszuweisung im Wort haben: Richtig gendern: Wie heißt eine männliche Kinderfrau?

Hier finden Sie einen Artikel, der das Thema Gendern in den größeren Zusammenhang von Sprachwandel einbettet. Er ist ein Stimmungsbild, das Ergebnis einer kleinen Umfrage: Sprachwandel: Widerstand und Wirklichkeit – von Anglizismen, Gendern, Grammatik und mehr

Das sagen andere zu meinen Angeboten zum Thema „richtig gendern“

Danke für Ihren Online-Kurs "Einfach gendern: gendersensible Sprache in der Unternehmenspraxis". Ich gebe zu, mit einer gehörigen Portion Skepsis "Ins Rennen" gegangen zu sein, wurde dann jedoch positiv von der pragmatischen Herangehensweise überrascht.

Priv.-Doz. Dr. med. Stephan Gromer

Liebe Frau Lieb, herzlichen Dank noch einmal für den tollen Schulungstag und die zusätzlichen Infos und Materialien!

Verena Dorloff

Sigi Lieb hat uns für das "richtige" Gendern in Theorie und Praxis in kurzer Zeit fit gemacht. Neben dem fachlichen Know-how vermittelt sie hervorragend und auftraggeber*innengerecht, dass es manchmal nicht die eine Lösung gibt und welche Wege man sprachlich beim Gendern gehen kann. Eine Fachfrau, die nicht fertige Lösungen liefert, sondern genau auf den Kunden schaut. Danke für die beiden spannenden Tage im Online-Training und das viele Hintergrundwissen. Nun ist klar, warum Gendern wichtig ist und dass es mehr bedeutet, als "wild" Gendersternchen zu setzen!

Vielen Dank für den Kurs, den Sie mit LinkedIn umgesetzt haben. Die Inhalte und Ihre Präsentation gefallen mir sehr gut. Ich habe kritische Geschlechter- und Sozialforschung studiert. Durch Ihr gelungene Vermittlung tragen Sie einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Verbreitung im Businesscontext bei. Sie argumentieren sachlich und nachvollziebar und dennoch benennen Sie die politische Diskursivität. Wie gesagt, der Kurs hat mir sehr gut gefallen.

Tolle Inhalte perfekt aufbereitet! Vielen Dank für diesen umfassenden und aufschlussreichen Überblick über den Stand des sprachlichen Genderns.

Sigis Linkedin-Learning-Kurs vermittelt das Thema Sprach-Splitting, das ich bisher immer als sperrig und gezwungen erlebt habe, auf äußerst ansprechende, lockere und unmittelbar praktisch anwendbare Art. Ihr Kurs erhöht die Sprachsensibilität und hat mir geholfen, ein besserer Kommunikator zu werden.

Bilder: Sigi Lieb

Richtig gendern