Wir reden vom Gendern und meinen eigentlich das Gegenteil: Wir treiben der deutschen Sprache das Gender aus. Aber was meint gendergerechte Sprache und wozu soll das gut sein? Macht gendergerechtes Formulieren die Sprache kaputt oder sorgt es für mehr Gerechtigkeit in der Sprache? Wie schreibe ich gendersensibel, schön und lesbar? Darum geht es in diesem Blogartikel. // Update vom 18. März 2023
Sprache, Gendern, Barrierefreiheit
Texte, die sich mit Sprache, Sprachwandel, geschlechtergerechter Sprache, Barrierefreiheit und Rechtschreibung befassen.
Sprache: Anglizismen richtig schreiben Teil 2 – Verben konjugieren
In den letzten Jahren sind viele Verben aus dem Englischen eingewandert oder wurden von englischstämmigen Wörtern abgeleitet: Wir simsen inzwischen nur noch selten, weil wir meistens chatten. Wir canceln Termine, googeln Informationen und chillen zur Entspannung. Wie sollen wir umgehen mit diesen Anglizismen in Verbform? Vor ein paar Tagen habe ich euch erklärt, welche Regeln für Nomen gelten, die aus dem Englischen migriert sind. Heute sind die Verben an der Reihe.
Sprache: Wie schreibe ich Anglizismen richtig? – Nomen
Die deutsche Sprache ist sehr tolerant und besitzt große Integrationskraft. Sie nimmt Fremdwörter auf, integriert sie schrittweise und bleibt sich damit treu. Es gab Zeiten, da sprach der Mensch von Welt mehr Latein und Griechisch als Deutsch. Zu anderen Zeiten parlierte die bessere Gesellschaft lieber Französisch. Und heute tummeln sich die Anglizismen in der Sprache, dass man bisweilen die Orientierung verliert, ob das nun ein englischer oder ein deutscher Text sein soll. Die Folge: Sowohl die englische wie die deutsche Sprache leiden. Besonderes im Business-Deutsch, also der Geschäftssprache wimmelt es vor Anglizsmen. Aber wie werden sie richtig geschrieben? Zeit für ein kleines Upgrade deiner Sprache, heute Nomen.
10 Sprachspiele, die deine Kreativität trainieren
Viele Spiele meiner Kindheit waren Lernspiele. Das war mir damals nicht klar und sie hießen nicht so. Sie machten einfach Spaß. Es waren einfache Spiele, bei denen wir maximal Zettel und Stift benötigten oder nichts außer uns. Sie halfen, langweilige Unterrichtsstunden in der Schule überbrücken oder die Zeit auf der Rücksitzbank im Auto unserer Eltern. Oder wir spielten einfach so.
Ohne, dass wir uns dessen bewusst waren, trainierten wir allerhand Kompetenzen, von Aufmerksamkeit über Kreativität bis Wortschatz. In diesem Beitrag habe ich euch zehn Sprachspiele zusammengestellt, die eure Kreativität fördern und diverse Aspekte von Sprache trainieren: Aussprache, Satzbau, Storytelling oder Wortschatz. Viel Spaß!
Über Sinn und Unsinn von Anglizismen
Ich surfe im Web, poste Content, chatte über Messengerdienste und netzwerke abends beim Meetup oder einem Networking-Event. Ist das jetzt noch Deutsch oder schon Englisch? Ich würde sagen, gepflegtes Denglisch. In der deutschen Sprache wimmelt es vor Anglizismen, manche sind gut und nützlich, andere eher hinderlich für erfolgreiche Kommunikation. Lassen Sie uns einen Blick auf den Sinn und Unsinn von Anglizismen in der deutschen Sprache werfen.
Warum ich das Eszett liebe und wie du es richtig verwendest
Ich liebe das ẞ, das Eszett oder das scharfe S, wie es genannt wird. Es ist Bestandteil des Markenkerns der deutschen Sprache, der USP, der Unique Selling Proposition. Das Eszett ist identitätsstiftend für das Deutsche. Den Buchstaben ß gibt es nur in dieser unseren Sprache, so wie das Ñ und das ¿ typisch sind für das Spanische und das Ç für Französisch oder Katalan.
Gendern international: Wie machen das andere Sprachen?
Ich habe mich heute dabei erwischt, wie ein neues Wort in meinen Sprachgebrauch eingezogen ist. In einem Kommentar auf Linkedin wollte ich schreiben, dass niemand immer perfekt sein kann. Dafür verwendete ich intuitiv den Begriff Mx-perfect. Mr-perfect kennen wir alle. Mx, gesprochen Em-Ex, ist die genderneutrale englische Anrede. Bereits 2015 hielt sie Einzug in die Online-Ausgabe des Oxford English Dictonary. Praktisch, so etwas hätte ich im Deutschen auch gerne, aber da hinken wir hinterher.
Gendern international: Was gibt es in anderen Sprachen zu entdecken und was können wir für die deutsche Sprache daraus lernen? Darum geht es in diesem Blogbeitrag (mit Updates von April 2021, September 2022, September 2024).
Sprachwandel: Widerstand und Wirklichkeit – von Anglizismen, Gendern, Grammatik und mehr
Vor ein paar Jahren waren es die Anglizismen und der Verfall des Genitivs. Heute ist es das Gendern, das die Gemüter erhitzt. Und morgen? Wir werden es sehen, lesen und hören, welche Veränderung im Sprachgebrauch dann in der Kritik steht. Aber warum eigentlich? Und warum ist das Thema Gendern derzeit so konfliktträchtig, dass Leute nicht mehr normal miteinander diskutieren, sondern in ihren Gräben sitzen und verbal schießen – oder wie es meine Kollegin Annika Lamer ausdrückte – mit Porzellan schmeißen? Was ist Sprache eigentlich und wozu benutzen wir sie? Warum verändert sie sich überhaupt? Ist das gut oder schlecht oder vielleicht beides oder nichts davon?
Das alles war die Motivation für meine kleine Umfrage. Ich wollte ein Stimmungsbild einholen und das Thema Gendern und Sprachwandel in einen größeren Denkrahmen einbetten. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben. Hier kommen die Ergebnisse:
Sprache und Sprachwandel – eine Umfrage
Sprachwandel findet auf vielen Ebenen statt. In Vorbereitung auf einen Blogbeitrag habe ich eine Umfrage erstellt und würde freuen, wenn du/Sie mir die 1 bis 2 Minuten Ihrer Zeit schenken und mitmachen. Sie bleiben anonym.
Der, die oder das? Geheimnisse des deutschen Genus
Nichts weniger, als die Geheimnisse des deutschen Genus zu lüften, hat sich Constantin Vayenas auf den Titel seines Buches „DER, DIE, DAS“ geschrieben. Geht das? Die Zuweisung der Artikel der – die – das in einem lernbaren Regelsystem zu vermitteln? Okay, ein paar Regeln gibt es. Etwa die mit Augenzwinkern vorgetragene Regel: Alkohol ist männlich, außer das Bier, aber in Bayern ist das ja nicht wirklich Alkohol. Und es gibt Endungen, die bei der Genus-Zuweisung helfen: -chen und –lein sind sächlich, -ling und -ismus männlich, –tion oder –keit weiblich. Aber was ist mit Messer, Gabel, Löffel? Hund, Katze, Pferd? Löwe, Schlange, Nashorn? Wo ist hier die Logik? Meine Neugier war geweckt. Meine Skepsis allerdings auch.