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Rezension: Die Transgender-Frage – Shon Faye

Frau liest Buch "Die Transgender-Frage"

Im April habe ich das Buch von Alice Schwarzer zum Thema Transgender rezensiert. Heute folgt das Gegenstück, „Die Transgender-Frage“ von der britischen Transfrau Shon Faye, in der deutschen Übersetzung bei Hanserblau erschienen. Aus dem Englischen übersetzt wurde Shon Fayes Buch von Jayrôme C. Robinet und Claudia Voit.

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Transgender und Feminismus: Beziehungsstatus kompliziert

Illustration Trans - Gender - Feminismus - Bezieungsstatus kompliziziert

Transfrauen sind Frauen und wer etwas anderes sagt, sei transphob, so ähnlich argumentierte Sven Lehmann, Queerbeauftragter der Bundesregierung, kürzlich in der Zeit. Auf Linkedin wurde eine Frau angepöbelt, weil sie über Menstruation als Frauensache schrieb. Die Grünen-Politikerin Tessa Ganserer wird angefeindet und absichtlich als Mann bezeichnet. Was für ein giftiges Klima. Was ist da los? Und warum geht es dauernd um Transfrauen, aber nicht um Transmänner? Ein Blogbeitrag um die Definition von Geschlecht und das geplante Selbstbestimmungsgesetz.

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Der Feminismus – die Feminismen – 250 Jahre Bewegung – global, vielseitig, divers (Rezension)

Feminismus- Feminismen Buchtitel und Schriftzug

„So sieht Feminismus aus“ heißt der deutsche Titel von Lucy Delap. Der Untertitel: Die Geschichte einer globalen Bewegung. Der erste Teil des Titels ist meiner Ansicht nach eine Fehlübersetzung. Der englische Titel „Feminisms“, Feminismen, kündigt präziser an, was das Buch leistet. Denn darin geht es gerade nicht um „den Feminismus“ oder „sein Aussehen“. Es geht um eine Vielzahl feministischer Strömungen und Gesichter, weltweit, über 250 Jahre hinweg.

Delap zeichnet ein Mosaik aus unzähligen Aspekten; kleinteilig, bunt, vielseitig und doch ergibt es zusammen ein Bild. Vielleicht fehlt hier und da ein Steinchen. Und das Mosaik enthält Spannungen und Widersprüche. Aber es ist doch gerade die Dramaturgie eines Bildes, die zum Nachdenken anregt, als Inspirationsquelle dient, Entwicklungen ermöglicht.

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Rezension: Transsexualität – Alice Schwarzer provoziert

Transsexualität - Schwarzer - Buchkritik

Zu diesem Buch gibt es eine Vorgeschichte: Allein das Foto des Titels „Transsexualität“ von Alice Schwarzer und Chantal Louis hat auf Linkedin eine Diskussion ausgelöst. Nun ja, Diskussion ist vielleicht der falsche Begriff. Der Name Alice Schwarzer rief Extrempositionen von zwei geteilten Lagern in die Kommentare, die weder miteinander diskutieren wollten noch konnten. Die eine Seite deklarierte: Transphobes Teufelszeug, auf keinen Fall rezensieren. Die andere: Alles sachlich und korrekt. Fehler ausgeschlossen. Mir sind solche Positionen zu schwarz-weiß. Vielfalt ist bunt. Und Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Sichtweisen diskutieren. Was ich von dem Buch halte, das sage ich jetzt, nachdem ich es gelesen habe. Hier ist die Rezension.

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Gendersprache und die Umfragen

Analyse einer Umfrage - Fakten und Fakes erkennen

Ich bin ja schon eine Weile mit dem Thema gendersensible und inklusive Sprache unterwegs. Und ich mache eine Beobachtung: Es gibt so eine Art Mode der Argumente oder Behauptungen, die Gegner*innen anbringen. Die funktionieren oft so lange, bis genug Menschen Bescheid wissen, was an diesen Thesen Fakt ist und was Fake.

Vor zwei oder drei Jahren hieß es oft: Gendern gebe es nur in Deutschland, andere Länder würden sich keinen Kopf machen. Falsch. Es hieß, Partizipien würden nur Tätigkeiten beschreiben. Falsch. Aktuell werden gerne Umfragen ins Feld geführt. Dabei wird behauptet, sie belegten, eine Mehrheit sei gegen gendergerechte Sprache.

Schauen wir uns mal eine solche Umfrage ganz genau an. Was wurde gefragt? Wer wurde gefragt? Wie wurde geantwortet? Und wie wurden die Zahlen interpretiert? Der folgende Blogbeitrag analysiert die Umfrage im Auftrag der WamS vom Mai 2021 (inklusive Update vom 3. März 2023)

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Patriarchat – 2 Bücher über eine Welt von Männern für Männer

Patriarchat oder Diversity

Heute möchte ich euch zwei Bücher vorstellen. Beide beschäftigen sich damit, dass unsere Welt an vielen Stellen für durchschnittliche weiße Cis-Männer normiert ist, die – teils im Wortsinn – als das Maß aller Dinge gelten. Dass ich beide Bücher parallel vorstelle, kam so: Als ich „Das Patriarchat der Dinge“ im Schaufenster meiner regionalen Buchhandlung sah, fragte ich mich: Schreibt Rebekka Endler 2021 nochmal, was Caroline Criado-Perez schon 2020 in „Unsichtbare Frauen“ formulierte, oder lohnt es sich, beide Bücher zu lesen? Spoiler: Ja, es lohnt sich. Mehr dazu gibt es in dieser Rezension.

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Sprachkampf: Ein Buch über Sprachwandel und Sprachpolitik

Buchtitel Sprachkampf von Henning Lobin mit Tee

Nur tote Sprachen ändern sich nicht. Wörter wandern von einer Sprache in andere Sprachen, neue Wörter werden in den Sprachgebrauch aufgenommen, andere verschwinden. Sprachwandel eben. Wieso tobt immer wieder ein Sprachkampf? Und worum geht es dabei? Sprache ist mächtig und sie ist persönlich. Sprache ist Ausdruck von Wirklichkeitsempfinden, erzeugt Bilder im Kopf und motiviert zu Handlung. In seinem Buch „Sprachkampf“ setzt sich Henning Lobin mit den aktuellen Sprachkämpfen in der deutschen Sprache auseinander, stellt die Akteure vor und ordnet die Argumente fachlich ein.

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Richtig gendern: 16 Argumente rund um gendergerechte Sprache

Menschengruppe im Gespräch - Debatte gendern

Das Thema „richtig gendern“  hat es verdient, dass wir darüber debattieren. Denn Sprache ist unser zentrales Werkzeug, um unser Erleben von Welt auszudrücken. Und Sprache wirkt auf unser Denken und Handeln und erzeugt damit Wirklichkeit.

Leider ist die Debatte um gendergerechte Sprache oft vergiftet von unsachlichen, polemischen Beiträgen, von der Nicht-Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse, von falschen Faktenbehauptungen und subjektiven Empfindungen. In diesem Blogbeitrag findest du häufige Argumente und  jeweils eine Einordung.

Der Artikel ist vom Januar 2021 mit einem Update vom August 2021.

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Gendergerechte Sprache: Was soll das Gendern und wie geht es?

Gendergerechte Sprache - eine Bestandsaufnahme

Wir reden vom Gendern und meinen eigentlich das Gegenteil: Wir treiben der deutschen Sprache das Gender aus. Aber was meint gendergerechte Sprache und wozu soll das gut sein? Macht gendergerechtes Formulieren die Sprache kaputt oder sorgt es für mehr Gerechtigkeit in der Sprache? Wie schreibe ich gendersensibel, schön und lesbar? Darum geht es in diesem Blogartikel. // Update vom 18. März 2023

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Sprachwandel: Widerstand und Wirklichkeit – von Anglizismen, Gendern, Grammatik und mehr

Einstellung zu Sprachwandel

Vor ein paar Jahren waren es die Anglizismen und der Verfall des Genitivs. Heute ist es das Gendern, das die Gemüter erhitzt. Und morgen? Wir werden es sehen, lesen und hören, welche Veränderung im Sprachgebrauch dann in der Kritik steht. Aber warum eigentlich? Und warum ist das Thema Gendern derzeit so konfliktträchtig, dass Leute nicht mehr normal miteinander diskutieren, sondern in ihren Gräben sitzen und verbal schießen – oder wie es meine Kollegin Annika Lamer ausdrückte – mit Porzellan schmeißen? Was ist Sprache eigentlich und wozu benutzen wir sie? Warum verändert sie sich überhaupt? Ist das gut oder schlecht oder vielleicht beides oder nichts davon?

Das alles war die Motivation für meine kleine Umfrage. Ich wollte ein Stimmungsbild einholen und das Thema Gendern und Sprachwandel in einen größeren Denkrahmen einbetten. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben. Hier kommen die Ergebnisse:

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